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Ministerin fordert harte Gangart gegen Facebook

Deutschlands Verbraucherministerin Ilse Aigner geht mit dem sozialen Netzwerk hart ins Gericht. Das Angebot für Nutzer, ihr gesamtes Leben in einer Timeline zu veröffentlichen, sei «absurd».

Timeline sei das Gegenteil dessen, was man unter Medienkompetenz verstehe: Verbraucherministerin Ilse Aigner.
Timeline sei das Gegenteil dessen, was man unter Medienkompetenz verstehe: Verbraucherministerin Ilse Aigner.
Keystone

Dies sagte die Ministerin in einem Interview mit dem «Handelsblatt». «Die Aufforderung, die letzten Datenlücken im Internet schnell zu schliessen, ist genau das Gegenteil dessen, was wir unter Medienkompetenz verstehen: Sparsam mit seinen persönlichen Daten umzugehen», sagte Aigner weiter.

Aigner, deren Ministerium sich um die Belange der Konsumenten kümmert, kündigte an, sich auf europäischer Ebene für einen strengeren Datenschutz einzusetzen. Diese Regeln würden dann auch für den amerikanischen Konzern Facebook gelten. Ende Januar will die EU-Kommission Vorschläge für ein neues Datenschutzrecht vorlegen.

Chronik des Lebens auf Facebook

Die auch in der Schweiz verfügbare Funktion Timeline soll nichts weniger als das gesamte Leben abbilden. Über die an ein Tagebuch erinnernde Funktion können online die wichtigsten Fotos und Texte hinterlegt werden, die Facebook-Nutzer über die Jahre miteinander geteilt haben. Bislang werden ältere Einträge durch neuere verdrängt und sind nur noch umständlich aufzurufen.

(dapd)

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