Mit drei neuen iPhones den Premium-Sektor im Griff

Apple hat an der Keynote Neuheiten vorgestellt, an denen sich die Konkurrenz die Zähne ausbeissen wird.

Grösser, schneller, teurer: Apple stellte neue iPhones vor.
Video: Reuters

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Vor einem Jahr hat Apple mit dem iPhone X den Prototyp für die nächsten zehn Jahre vorgestellt. Das über 1000 Franken teure Handy sei ein Vorgeschmack auf das, was noch komme, versprach Firmenchef Tim Cook. Trotz des hohen Preises verkaufte sich das Handy prächtig und trug seinen Teil dazu bei, dass Apple die erste Firma mit einem Marktwert von über einer Billion wurde.

Nun ein Jahr später zeigt sich, dass die Ankündigung um das iPhone X kein leeres Versprechen war. Apple hat gestern an einer Veranstaltung, die Tagesanzeiger.ch/Newsnet auf Einladung besuchte, gleich drei neue iPhones vorgestellt, und allesamt setzen sie auf das Design und die Technologie des iPhone X. Wer künftig ein iPhone mit einem Home-Knopf möchte, muss mit Vorjahresmodellen vorliebnehmen.

Das neue Mainstream-iPhone

Die drei neuen iPhones heissen Xs, Xs Max und Xr. Allesamt bewegen sie sich im oberen bis hohen Preissegment. Das Xs (ab 1199 Franken) ist der bei technischen Innereien verbesserte Nachfolger des iPhone X. Das Xs Max (ab 1299 Franken) ist eine grössere Variante davon.

Video: Digital-Redaktor Rafael Zeier bei der Apple-Präsentation

Drei neue iPhones: Das sind die Vor- und Nachteile. (Video: Tamedia/Apple)

Das spannendste der neuen iPhones ist aber das Xr. Es kostet mindestens 879 Franken und rundet Apples Smartphone-Portfolio nach unten ab. Wenn das iPhone X das Handy für gutbetuchte und experimentierfreudige Kunden war, ist das Xr das neue Mainstream-iPhone.

Das Erstaunliche am iPhone Xr ist, dass man im Vergleich zu den teureren Modellen kaum auf Sachen und Funktionen verzichten muss. Sie sehen ähnlich hochwertig aus und fühlen sich auch nicht billiger an. Das geschulte Auge erkennt freilich, dass die Kanten beim günstigeren Modell aus mattem Aluminium und nicht aus glänzendem Stahl sind. Aber dass der Bildschirm eine günstigere Technologie verwendet und darum etwas mehr schwarzen Rand drumherum hat, dürfte kaum jemand merken.

Bilder: Apples neue Flaggschiffe

Verzichten muss man einzig auf die Doppelkamera. Das iPhone Xr hat nur die Weitwinkelkamera der teureren Handys. Doch auch ohne kann man Porträtfotos schiessen. Fotos mit verschwommenem Hintergrund waren bislang nur den teureren Modellen mit Doppelkamera vorbehalten. Etwas hat das iPhone Xr den teureren Apple-Handys sogar voraus: Es gibt eine viel grössere Auswahl an Farben.

Kein Vergleich zum iPhone 5c

Das ist dann auch die einzige Parallele zum gescheiterten iPhone 5c. 2013 hatte sich Apple nämlich schon einmal an einem bunten Billig-iPhone versucht. Da es aber nicht billig war und technisch deutlich hinter dem Top-Modell herhinkte, wurde es kein Erfolg.

Das dürfte dem iPhone Xr nicht passieren. Schliesslich bringt es alles mit, was das iPhone X zu einem Erfolg gemacht hat: die bequeme Bedienung mit Wischgesten, das schnelle Entsperren per Gesichtserkennung und natürlich den nahezu randlosen Bildschirm. Anders als die teureren iPhone-Modelle, die es ab dem 21. September zu kaufen gibt, muss man sich auf das Xr aber noch gedulden. Es kommt erst Ende Oktober in die Läden.


Die neuen iPhones haben keinen Home-Button mehr Das war die grosse Apple-Show mit drei neuen iPhones und der Apple Watch mit EKG-Funktion. Aber ohne neue Macs oder iPads.


Ein interessantes Detail ist allen neuen iPhones gemein: Sie haben nebst dem üblichen SIM-Karten-Einschub auch eine festverbaute eSIM. Damit können Kunden leichter den Telecomanbieter wechseln und brauchen nicht mehr jedes Mal eine neue Karte zu kaufen. Welche Telecomfirmen den Standard unterstützen, werden die nächsten Monate zeigen.

EKG in der Schweiz verfügbar?

Nebst den neuen Handys hat Apple auch neue Uhren (ab 449 Franken) vorgestellt. Die haben nun ebenfalls randlose Bildschirme und wurden in vielen Details verbessert.

Besonders spannend ist die Möglichkeit, künftig mit der Uhr seine Herzgesundheit mit einem EKG zu kontrollieren. Das dürfte aber zu Beginn wegen des komplizierten Zulassungsverfahrens nur in den USA möglich sein. Neu erkennt die Uhr auch Stürze ihres Trägers und kann automatisch Hilfe rufen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 12.09.2018, 22:05 Uhr

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