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Nach dem «Mausfinger» die «iPhone-Schulter»

Touch-Bildschirme statt Tastaturen, Tablets statt Bürodesktops, Glossy Displays statt matte Bildschirme: Forscher Michael Bretschneider-Hagemes über die gesundheitlichen Folgen der neuen Technologien.

Reto Knobel
«Ich bin sicher, dass in der Zukunft jeder Laptop einen Touchscreen haben wird», sagte Google-Manager Sundar Pichai bei der Präsentation des Geräts in San Francisco. (21. Februar 2013)
«Ich bin sicher, dass in der Zukunft jeder Laptop einen Touchscreen haben wird», sagte Google-Manager Sundar Pichai bei der Präsentation des Geräts in San Francisco. (21. Februar 2013)
Jeff Chiu, Keystone
Zum Beispiel lege man das Gerät flach auf den Tisch, weshalb man sich vorbeugen müsse. «Das ist keine gute Körperhaltung», warnt Bretschneider-Hagemes. Solche Probleme seien in den Betrieben oftmals nicht bekannt und würden unterschätzt. Besser man macht es so wie diese Frau. (3. Dezember 2012)
Zum Beispiel lege man das Gerät flach auf den Tisch, weshalb man sich vorbeugen müsse. «Das ist keine gute Körperhaltung», warnt Bretschneider-Hagemes. Solche Probleme seien in den Betrieben oftmals nicht bekannt und würden unterschätzt. Besser man macht es so wie diese Frau. (3. Dezember 2012)
Fred Dufour, AFP
Ein weiteres Problem: Viele Geräte wie etwa das iPad sind stark spiegelnd. Dies führt laut Michael Bretschneider-Hagemes «zu einer übermässigen Anstrengung für die Augen. Das Auge passt sich mal auf die Spiegelung, mal auf den gewünschten Sehbereich an.» (25. November 2012)
Ein weiteres Problem: Viele Geräte wie etwa das iPad sind stark spiegelnd. Dies führt laut Michael Bretschneider-Hagemes «zu einer übermässigen Anstrengung für die Augen. Das Auge passt sich mal auf die Spiegelung, mal auf den gewünschten Sehbereich an.» (25. November 2012)
Gaetan Bally, Keystone
Der «Touchfinger» wird zum medizinischen Problem: Die Sehnenscheide und der gesamte Bereich um die Handgelenke werden laut Bretschneider stark beansprucht.Forscher sprechen auch bereits von der iPhone-Schulter: Wenn man Videos im Querformat ansehen will, muss das Gerät in der Hand liegend gedreht werden, dann befinden sich Unter- und Oberarm abgewinkelt und der Nutzer verkrümmt die Schulter, die sich verspannt.
Der «Touchfinger» wird zum medizinischen Problem: Die Sehnenscheide und der gesamte Bereich um die Handgelenke werden laut Bretschneider stark beansprucht.Forscher sprechen auch bereits von der iPhone-Schulter: Wenn man Videos im Querformat ansehen will, muss das Gerät in der Hand liegend gedreht werden, dann befinden sich Unter- und Oberarm abgewinkelt und der Nutzer verkrümmt die Schulter, die sich verspannt.
Jean-Sebastien Evrard, AFP
Und die Gadgets der Zukunft? Bei der Datenbrille gibt es Technologien, die eine Retinaprojektion vorsehen, andere projizieren auf das Brillenglas. Beides hält Bretschneider «aus ergonomischer Sicht für sehr problematisch». Dazu brauche es arbeitsmedizinische Untersuchungen. Im Bild: Google-Gründer Larry Page mit Google-Brille, die noch dieses Jahr auf den Markt kommen soll. (20. Februar 2013)
Und die Gadgets der Zukunft? Bei der Datenbrille gibt es Technologien, die eine Retinaprojektion vorsehen, andere projizieren auf das Brillenglas. Beides hält Bretschneider «aus ergonomischer Sicht für sehr problematisch». Dazu brauche es arbeitsmedizinische Untersuchungen. Im Bild: Google-Gründer Larry Page mit Google-Brille, die noch dieses Jahr auf den Markt kommen soll. (20. Februar 2013)
Jeff Chiu, Keystone
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Herr Bretschneider-Hagemes, das iPad ist jetzt seit bald drei Jahren auf dem Markt. Früher waren Computer unhandliche, schwere Dinger. Es spricht eigentlich alles dafür, dass die Erfindung des Tablets für den Nutzer nur positive Folgen hat. Alle begrüssen es, dass die Geräte den einheitsgrauen und schwergewichtigen Bauformen entwachsen sind. Dies gilt übrigens nicht nur für Tablets, sondern auch für leichte und flache Notebooks, die – zumeist über Solid-State-Technologien – enorm handlich geworden sind. Das Problem sind zum einen gewisse Moden....

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