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Nokia bald mit Windows-8-Smartphone

Der angeschlagene Handybauer wird einem Bericht zufolge am 5. September ein Multimedia-Handy mit dem neuen Betriebssystem lancieren.

2010 entschieden sich Nokia-Chef Stephen Elop und Microsoft-Chef Steve Ballmer (rechts) für eine enge Kooperation. Die Entwicklung von Windows Phone 7 wurde im Frühherbst 2010 abgeschlossen.
2010 entschieden sich Nokia-Chef Stephen Elop und Microsoft-Chef Steve Ballmer (rechts) für eine enge Kooperation. Die Entwicklung von Windows Phone 7 wurde im Frühherbst 2010 abgeschlossen.
AFP
Das Lumia 800 war das erste Nokia-Smartphone mit dem Betriebssystem Windows Phone 7.5. Es ist in der Schweiz seit Mitte Januar 2012 erhältlich.
Das Lumia 800 war das erste Nokia-Smartphone mit dem Betriebssystem Windows Phone 7.5. Es ist in der Schweiz seit Mitte Januar 2012 erhältlich.
Keystone
Googles Betriebssystem Android kann seine dominierende Stellung auf dem Handy-Markt weiter ausbauen. In den Zahlen der führenden Marktforschungsinstitute gibt es zwar kleinere Unterschiede, der Trend aber ist klar: Der Marktanteil der Android-Geräte ist inzwischen auf über 60 Prozent gestiegen. Apples iOS liegt als zweitplatziertes Betriebssystem knapp unter 20 Prozent. Laut der Marktforschungsfirma IDC brachten Samsung und andere Hersteller im zweiten Quartal fast 105 Millionen Android-Smartphones auf den Markt, was einem Marktanteil von 68 Prozent entspräche. Die Analysten von Gartner ermittelten 98,5 Millionen Android-Geräte und einen Marktanteil von 64,1 Prozent im zweiten Quartal. Im Vorjahreszeitraum arbeitete Android nur in 47 Prozent (IDC) beziehungsweise 43,3 Prozent (Gartner) aller Smartphones. Unter dem Android-Boom Boom leiden vor allem der Blackberry-Hersteller Research in Motion und Nokia. Die beiden Unternehmen verloren jeweils fünf Prozent Marktanteil.
Googles Betriebssystem Android kann seine dominierende Stellung auf dem Handy-Markt weiter ausbauen. In den Zahlen der führenden Marktforschungsinstitute gibt es zwar kleinere Unterschiede, der Trend aber ist klar: Der Marktanteil der Android-Geräte ist inzwischen auf über 60 Prozent gestiegen. Apples iOS liegt als zweitplatziertes Betriebssystem knapp unter 20 Prozent. Laut der Marktforschungsfirma IDC brachten Samsung und andere Hersteller im zweiten Quartal fast 105 Millionen Android-Smartphones auf den Markt, was einem Marktanteil von 68 Prozent entspräche. Die Analysten von Gartner ermittelten 98,5 Millionen Android-Geräte und einen Marktanteil von 64,1 Prozent im zweiten Quartal. Im Vorjahreszeitraum arbeitete Android nur in 47 Prozent (IDC) beziehungsweise 43,3 Prozent (Gartner) aller Smartphones. Unter dem Android-Boom Boom leiden vor allem der Blackberry-Hersteller Research in Motion und Nokia. Die beiden Unternehmen verloren jeweils fünf Prozent Marktanteil.
Keystone
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Der angeschlagene finnische Handybauer Nokia wird einem Bericht zufolge schon bald ein Smartphone mit dem neuen Betriebssystem Windows 8 des US-Software-Riesen Microsoft herausbringen.

Die beiden Unternehmen planten die Vorstellung des Handys für den 5. September in New York, berichtete die finnische Zeitung «Helsingin Sanomat» am Mittwochabend. Auch seinen ersten Tabletcomputer könnte Nokia demnach dann vorstellen.

Herabstufung durch Standard and Poor's

Das neue Betriebssystem Windows 8 soll im Herbst auf den Markt kommen. Es ist erstmals ein einheitliches Microsoft-Betriebssystem für klassische Computer, Tablets und Smartphones.

Inzwischen hat mit Verweis auf sinkende Profitabilität die Ratingagentur Standard & Poor's den einstigen Weltmarktführer im Handygeschäft herabgestuft. Die langfristige Kreditwürdigkeit wurde gleich um zwei Stufen von BB auf BB– gesenkt und liegt damit nur noch knapp über dem Niveau hoch spekulativer Anlagen. Auch die Bewertung der ungesicherten Schulden von Nokia wurde von BB auf BB– herabgestuft. Der Ausblick sei zudem negativ, hiess es.

«Robuster und flexibler»

Finanzvorstand Timo Ihamuotila bezeichnete die Bedeutung der neuen Bewertung als begrenzt. Im anhaltenden Prozess des Konzernumbaus liege der Fokus auf der Liquiditätsschonung. Zugleich würden die laufenden Kosten gesenkt und das Geschäftsmodell robuster und flexibler gemacht, hiess es in einer Mitteilung.

Der negative Ausblick zeige an, dass noch eine weitere Herabstufung möglich sei, erklärte hingegen Standard & Poor's. «Wir gehen davon aus, dass das Smartphone-Geschäft von Nokia in den kommenden Quartalen noch weniger Umsatz bringen wird als bisher vermutet», hiess es am Mittwoch.

Milliardenverluste und Stellenabbau

Nokia sieht sich einem zunehmend harten Wettbewerb auf dem Smartphone-Markt ausgesetzt. Dort macht den Finnen vor allem das iPhone von Apple Konkurrenz, aber auch die Anbieter von Geräten mit dem Betriebssystem Android. Im Juli gab das Unternehmen für das zweite Quartal einen Umsatzrückgang von 19 Prozent bekannt. Der Verlust lag bei 1,4 Milliarden Euro.

Nach der Ankündigung, bis Ende 2013 weltweit bis zu 10'000 Stellen zu streichen und einige Werke schliessen zu wollen, hatte im Juni die Ratingagentur Moody's die Bonität des angeschlagenen Handyherstellers bereits auf «Ramsch»-Status gesenkt. Im ersten Quartal machte Nokia fast eine Milliarde Euro Verlust, im zweiten Quartal schon 1,44 Milliarden Euro. Durch die Partnerschaft mit Microsoft versucht der Konzern, nun auf dem Smartphone-Markt Fuss zu fassen.

Der Kurs der Nokia-Aktie stieg trotz der Entscheidung von Standard & Poor's an der Börse von Helsinki am Nachmittag um fast fünf Prozent.

(afp/dapd)

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