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Samsungs Schadenersatz an Apple zusammengestrichen

Ursprünglich sollte Samsung im Patentstreit eine Milliarde Dollar an Apple bezahlen. Ein US-Bezirksgericht korrigiert diesen Betrag um fast die Hälfte nach unten. Der Fall wird wahrscheinlich weitergezogen.

Der Patentstreit geht weiter: Apple- und Samsung-Produkte. (Archivbild)
Der Patentstreit geht weiter: Apple- und Samsung-Produkte. (Archivbild)
Keystone

Statt einer Milliarde Dollar soll der Smartphone-Hersteller Samsung seinem Rivalen Apple nur rund 599 Millionen für die Verletzung von Patentrechten zahlen. Dies entschied ein US-Bezirksgericht. Richterin Lucy Koh korrigierte damit die Entscheidung eines Geschworenengerichts. Diese sei fehlerhaft gewesen.

Das Urteil reduziert die Entschädigung um 450,5 Millionen Dollar. Zudem ordnete Richterin Koh an, das Verfahren zu Apples Vorwürfen an Samsung neu aufzurollen. Der US-Konzern beschuldigt den südkoreanischen Konkurrenten, Ideen gestohlen und für mehr als ein Dutzend verschiedener Smartphones und Tablet-Computer genutzt zu haben. Es wird erwartet, dass der Fall letztlich vor einem Berufungsgericht oder sogar vor dem Obersten Gericht der USA landet.

Apple hatte Samsung im April 2011 auf 2,5 Milliarden Dollar Schadenersatz verklagt. Die Geschworenen hatten dem US-Konzern im vergangenen Jahr 1,05 Milliarden Dollar zuerkannt. Samsung soll die innovative Technik abgekupfert haben, die Apple im iPhone und iPad nutzt.

Samsung hat Apple ebenfalls verklagt und verlangt 399 Millionen Dollar. Zudem hatte der südkoreanische Konzern das Urteil zugunsten von Apple heftig kritisiert und erklärt, man sei vom Gericht unfair behandelt worden.

Die beiden Konkurrenten haben sich noch in weiteren Ländern gegenseitig verklagt, so etwa in Deutschland, Japan, Italien, den Niederlanden, Grossbritannien, Frankreich, Australien und Südkorea.

(dapd)

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