So erledigt Siri die Drecksarbeit

Die digitale Assistentin lese uns jetzt auch individuelle Wünsche von den Lippen ab, verspricht Apple. Wie gut klappt das? Wir machen die Probe aufs Exempel.

Erledigt Siri die Routineaufgaben bald ganz allein?
Video: Matthias Schüssler

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Im Sommer hat Apple an der Entwicklerkonferenz ganz neue Fähigkeiten für Siri in Aussicht gestellt und riesige Erwartungen geweckt. Die digitale Assistentin soll für ihre Unterstützung auf Millionen von Apps zugreifen können. Siri werde nicht nur einzelne Befehle ausführen können, sondern sei auch in der Lage, komplexe Aufgaben aus diversen Schritten zu erledigen. Und schliesslich sollte Siri sogar lernfähig werden: Wenn sie wiederkehrende Aktionen des Nutzers beobachtet, werde sie von sich aus im richtigen Moment die passende Aktion vorschlagen.

Das klang spannend – und viele haben es damals so verstanden, als ob Siri schon bald Eigeninitiative entwickeln werde. Das könnte ein echter Durchbruch sein. Denn ein digitales Helferlein, das von sich aus Routineaufgaben erledigt, wäre in der Tat eine riesige Erleichterung im Alltag. Und so etwas wie eine wahr gewordene Science-Fiction-Fantasie.

Auf Zuruf macht das iPhone ein Foto und verschickt es auch gleich als Nachricht.

Vor Kurzem ist iOS 12 erschienen. Und mit dem jüngsten Betriebsystem-Update fürs iPhone und iPad hatte die «neue» Siri ihren ersten Auftritt. Und da schien die Euphorie verflogen. Siri wirkte nicht klüger als vorher – und die Kurzbefehle-App, mit der komplexe Arbeitsabläufe entstehen sollen, war noch nicht einmal Teil des Updates. Interessierte Nutzer müssen die App separat aus dem Store beziehen.

Revolution oder Rohrkrepierer?

Hat Apple zu viel versprochen – oder sind die Siri-Fans Opfer des eigenen Wunschdenkens geworden? Im Video führen wir die neuen Automatisierungs- und Rationalisierungsmöglichkeiten vor und demonstrieren, wie man komplexe Aufgaben an Siri delegiert. Und wir geben ein Fazit ab: Ist das nun eine echte Revolution oder ein Rohrkrepierer?

Wer selbst keine Abläufe programmieren mag, findet in der Kurzbefehle-Galerie eine grosse Auswahl an vorgefertigten Workflows.

Die erwähnten Apps sind übrigens nebst Kurzbefehl auch Streaks (5 Franken fürs iPhone, hier ebenfalls vorgeführt) und die Kamera-App Halide (6 Franken). (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 08.10.2018, 15:47 Uhr

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