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So wird die Apple Watch zum Schlaftracker

Eine neue App erfasst, wie lange und wie tief Sie schlafen. Wie schlägt sie sich im Vergleich mit der Konkurrenz?

Dank Autosleep wird die Apple Watch doch noch zum Schlaftracker.
Dank Autosleep wird die Apple Watch doch noch zum Schlaftracker.
zei
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Wie viel habe ich diese Nacht geschlafen? Habe ich überhaupt geschlafen? Solche Fragen stellt man sich, wenn man ein Neugeborenes zu Hause hat. Um diese Fragen zu beantworten, habe ich mir vor rund zwei Jahren ein Fitbit Charge HR gekauft. Das Armband zählt nicht nur Schritte und Herzschläge, es erkennt auch automatisch, wenn man schläft. Selbst ein gelegentlicher Mittagsschlaf wird statistisch erfasst und vermessen.

Schlaftracking gehört für solche Armbänder inzwischen zum Standard. Bei der Apple Watch dagegen vermisse ich die Funktion, seit sie 2014 vorgestellt wurde. Verschiedene Apps boten zwar schon früh an, diese Lücke zu schliessen. Doch wer will schon manuell eingeben, dass man gleich einschläft und dass man jetzt wieder wach ist. Mit all den Daten, die eine solche Uhr misst, sollte es doch ein Leichtes sein, denselben Service zu bieten, wie man ihn von Fitbit, Withings und Co. kennt.

Eine Woche mit der App

Im Rahmen einer vor kurzem geführten Twitter-Diskussion rund um die Apple Watch und die inzwischen deutlich bessere Akkulaufzeit von zwei Tagen und mehr stiess ich auf die kostenpflichtige App Autosleep.

Ich habe die App nun über eine Woche getestet und die zwei Franken, die sie gekostet hat, nicht bereut. Autosleep macht genau das, was der Name verspricht. Ohne dass ich einen Finger rühren muss, erfasst die App, wie lange und wie tief ich schlafe.

Nichts für Mittagsschläfer

Was die Schlaflänge angeht, scheint die App ziemlich zuverlässig. Auch kleine Unterbrüche wegen des zahnenden Juniors sieht man am nächsten Morgen in der Zusammenfassung.

Allerdings scheint Autosleep nur nächtlichen Schlaf zu erfassen. Ein gelegentlicher Mittagsschlaf mit dem Junior hat sie bis jetzt nicht aufgezeichnet.

Ein flaues Gefühl

Die App hat aber einen noch gewichtigeren Nachteil: Autosleep ist nur eine Zusatz-App zu Heartwatch, einer App, die die Pulsdaten der Apple Watch ausführlich darstellt und noch mal 3 Franken kostet. Diese App muss man auch installieren und ihr erlauben, auf von der Uhr erfasste Gesundheitsdaten zuzugreifen, damit es mit dem Schlaftracking klappt.

Lieber wäre es mir aber, Apple würde das selber anbieten. Meine Pulsdaten von einem unbekannten App-Hersteller aus Australien auswerten zu lassen, hinterlässt ein flaues Gefühl.

Auch Apple ist dran

Anscheinendarbeitet Apple an einer eigenen Lösung, die mit der nächsten Version von Watch OS im Sommer vorgestellt werden könnte. Bis dahin werde ich Autosleep weiter nutzen und die Schlafdaten in Apple Health zwischenlagern.

Übrigens: Da man die Uhr selbstverständlich in der Nacht tragen muss, muss man seinen Lade-Rhythmus anpassen. Ich lege die Uhr jeweils zwischen Abendessen und Schlafengehen aufs Ladegerät. Das reicht meist gut für 100 Prozent und um meine Fitnessziele muss ich mir dann auch keine Sorge mehr machen. Die habe ich in der Regel schon vor dem Znacht erfüllt.

Und sollte ich doch mal vergessen, die Uhr zu laden, was vorkommt, dann hole ich das einfach am nächsten Abend nach oder wenn es ganz knapp wird am Morgen zwischen dem Aufstehen und dem Weg zur Arbeit.

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