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Surface-Komfort fürs iPad

Logitechs neuste Hülle fürs Apple-Tablet erfüllt einen lang gehegten Wunsch. Doch sie hat einen entscheidenden Nachteil.

Das iPad ist ein elegantes Tablet: dünn, leicht und schön. Bei der Funktionalität des Geräts selbst haben andere Tablets die Nase vorn – allen voran Microsofts Surface. Diese Tablets sind zwar grösser, schwerer, dicker und kantiger, aber dafür sind sie dank einem ausklappbaren Ständer für fast alle Anforderungen des digitalen Alltags gerüstet.

Über die Jahre hat Apple mit dem iPad Pro viele Surface-Funktionen (magnetische Tastaturhülle, Stift) übernommen. Doch einen ausklappbaren Ständer sucht man weiterhin vergebens. Selbst Apples offizielle Tastaturhülle erlaubt nur einen Bildschirmwinkel.

Darum probiere ich immer wieder iPad-Hüllen aus, die diesen Mangel beheben sollen. Die eine hatte flexible Bildschirmwinkel, aber dafür keine Tastatur.Die andere hatte zwar keine flexiblen Winkel, aber dafür eine Laptop-Tastatur.

Von wegen «slim»

Die Eier legende Wollmilchsau unter den iPad-Hüllen gabs bis jetzt nicht. Bis jetzt. Die neuste Logitech-Hülle namens Slim Combo (passend zum iPad Pro 10,5, 150 Franken) bringt nun tatsächlich Surface-Komfort. Der Bildschirm lässt sich dank einem ausklappbaren Ständer fast beliebig anwinkeln, und die Tastatur lässt sich magnetisch abdocken. Oh, und es gibt sogar eine Schlaufe für den Apple-Stift.

Ende gut, alles gut? Nicht ganz. Die Hülle hat einen gewichtigen Nachteil: Sie ist keine Schönheit. Böse Zungen in meinem Umfeld meinten sogar, sie sei hässlich wie die Nacht. Tatsächlich erinnert die Hülle an einen Prototyp, wie ihn Firmen intern herumreichen, um zu überprüfen, ob eine Idee funktioniert, ehe die Design-Abteilung zum Einsatz kommt. Ideal ist diese Arbeitsweise freilich nicht. Doch dazu ein anderes Mal mehr.

Bequem und vielseitig

Aber abgesehen vom Äusseren, wie schlägt sich die Hülle im Alltag? Sehr gut. Dank den flexiblen Bildschirmwinkeln ist das iPad so bequem und vielseitig wie nie zuvor. Man kann das Tablet besser halten und bequem überall hinstellen. Das allein hat mich motiviert, das Tablet bei allen Design-Bedenken eine Woche lang in der Hülle zu lassen. Die Tastatur habe ich nur montiert, wenn ich sie brauchte oder ich für unterwegs einen Bildschirmschutz brauchte.

Auf den Knien hält die Kombination zuverlässig. Aufpassen muss man einzig, wenn man die Tastatur nach hinten falten möchte. Dann lösen sich die Magnete, und man läuft Gefahr, die Tastatur – oder noch schlimmer: das iPad – fallen zu lassen.

Die beleuchtete Tastatur dürfte mehr Fans finden als Apples eigene, bei der nichts leuchtet und die Tasten kaum Spiel haben. Selbst schätze ich die flachen Apple-Tasten sehr, doch stösst die offizielle iPad-Tastatur auf wenig Gegenliebe, wenn ich sie herumzeige.

Die Logitech-Tastatur dagegen fühlt sich an wie eine normale Laptop-Tastatur. Das reicht sogar so weit, dass ich mich immer wieder ertappt habe, wie meine Finger intuitiv nach dem Laptop-typischen Touchpad gesucht haben.

Fazit: Wem es nichts ausmacht, dass das iPad aussieht wie ein dickes, aber robustes Netbook, der wird an der neuen Logitech-Hülle Freude haben. Das iPad kann damit nun auch in Sachen Hardware-Komfort mit Microsofts Surface mithalten.

Nun, da Logitech vorgeführt hat, wie praktisch so eine Hülle mit ausklappbarem Ständer ist, ist es hoffentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis jemand eine schönere und elegantere Version davon baut.

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