Tipp-Tipps fürs iPhone

Touchscreens sind für die Texteingabe nicht das Nonplusultra. Darum im Video: Ein Dutzend Tipps, die das Tippen komfortabler und schneller machen.

Für eine Whatsapp-Nachricht übertrieben – für einen längeren Text aber sehr hilfreich.
Video: Matthias Schüssler

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Es gibt sie, die Fingerakrobaten, die selbst auf einem winzigen Smartphone-Display mindestens so schnell tippen, wie sie denken können. Manche tippen über 80 englische Wörter pro Minute oder noch mehr. So hat es jedenfalls seinerzeit Engadget.com behauptet.

Wir normalsterblichen Nutzer hingegen können froh sein, wenn wir pro Minute 20 oder 30 Wörter ins Telefon hineinbekommen. Und wer an eine richtige Tastatur gewöhnt ist, empfindet die Texteingabe am virtuellen Touchscreen-Keyboard oft als mühsam. Es gibt aber viele Methoden, wie man das Tippen verbessert und beschleunigt, Fehler einfach korrigiert und sich Frust erspart.

Die Rechtshänder-Tastatur ist besonders nützlich für Leute mit grossen Handys und/oder kleinen Händen. Und es gibt sie auch in der Linkshänder-Variante.

Im Video gibt es mehr als ein Dutzend solcher Tastaturtricks fürs iPhone: Klassiker, erst mit dem neuesten Update eingeführte Funktionen und Möglichkeiten, das Keyboard gänzlich zu umgehen. Eine Kurzübersicht der Tipps:

Langes Tippen auf die A-, O- oder U-Taste ermöglicht es, Umlaute einzugeben – das dürfte bekannt sein. Doch man kann analog auch Sonderzeichen und typografische Spezialitäten abrufen und die Eingabe von Internetadressen beschleunigen.

Ja, das iPhone kann Capslock

Das doppelte Tippen auf die Leertaste fügt einen Punkt ein, und mit einem doppelten Tippen auf Shift aktiviert man die verborgene Feststelltaste.

Mit Wischen beschleunigt man seinen Input ebenfalls: Man kann direkt von der Umschalttaste auf den Buchstaben fahren, den man eingeben möchte. Und hat man falsch getippt, dann fährt man einfach zum richtigen Buchstaben. Das ist viel einfacher, als die Löschtaste zu bemühen.

Mit der geteilten Tastatur kann man auch am iPad bequem mit zwei Daumen schreiben.

Der Cursor lässt sich durch Tippen in den Text nur schwer an die richtige Stelle bringen – obwohl das iPhone versucht, einem mit einem Vergrösserungsglas das Treffen zu erleichtern. Einfacher geht es mit dem virtuellen Trackpad. Es erscheint bei iPhones mit 3-D-Touch, wenn man fest auf die Tastatur drückt. Beim iPad setzt man zwei Finger aufs Display, um das virtuelle Trackpad zu aktivieren.

Die neue Linkshänder-Rechtshänder-Tastatur

Da die Displays immer grösser werden, wird es schwieriger, nur mit dem Daumen bzw. einhändig seine Buchstaben auszuwählen. Auch hier gibt es neue Möglichkeiten. Beim iPhone behilft man sich mit der Linkshänder- oder Rechtshänder-Tastatur. Sie erscheint, wenn man lange auf die Globus-Taste tippt, die sich links neben der Leertaste befindet.

Beim iPad seinerseits kann man die Tastatur in zwei Hälften teilen, die dann am linken und rechten Bildschirmrand erscheinen. So lassen sich alle Tasten komfortabel einhändig erreichen. Für diese Zweiteilung tippt man lange aufs Tastatursymbol in der rechten unteren Ecke. Auf gleichem Weg kann man die Tastatur auch abdocken und nach oben schieben, wenn sie am unteren Rand wichtige Dinge verdeckt.

Fehlerbehebung durch Schütteln

«Shake to Undo» behebt auch gröbere Textbearbeitungs-Unfälle. Durch Schütteln des Geräts erscheint der ansonsten unsichtbare «Widerrufen»-Befehl, der die letzte Änderung rückgängig macht. Und man kann auch mehrfach schütteln.

Wenn man es auf maximales Tipptempo anlegt, sollte man sein Glück mit einer alternativen Tastatur probieren. Wrio ist eine Schweizer App (2 Fr. für iPhone und Android). Sie ordnet die Buchstaben wabenförmig an. Das soll jenen Nutzern entgegenkommen, die zwei flinke Daumen haben. 20 bis 70 Prozent schneller sei man, verspricht der Hersteller. Allerdings benötigt das unorthodoxe Layout einiges an Angewöhnungszeit.

Wischen statt tippen

Ein interessantes Konzept bietet auch Swiftkey (gratis für iPhone und Android). Bei dieser Tastatur braucht man die Buchstaben nicht anzutippen. Man belässt den Finger auf dem Display und wischt von Buchstabe zu Buchstabe. Selbst wenn man das nicht präzise macht, errät die App meistens, was man tippen wollte. Dank Lernfähigkeit sollen die Resultate ausserdem mit der Zeit besser werden. Einen Nachteil haben die alternativen Tastaturen allerdings. Mit der Option des Vollzugriffs können sie Tastatureingaben abgreifen und ggf. auch missbrauchen. Swiftkey bekräftigt zwar, dass nichts, was man eintippt, auf den Servern des Herstellers landet. Wenn man die App nutzen möchte, muss man gewillt sein, diesem Versprechen zu glauben.

Tippen kann man das nicht mehr nennen: Mit Swiftkey wischt man seinen Text ins Gerät.

Und wer mit dem Tippen via Touchscreen überhaupt nicht zurechtkommt, hat zwei weitere Möglichkeiten: erstens das Diktieren. Es funktioniert recht zuverlässig, wenn man keine schwierigen Wörter verwendet. Die Satzzeichen muss man allerdings manuell nachtragen.

Oder man verwendet eine Bluetooth-Tastatur – die bietet dann ein so komfortables Schreibgefühl wie ein Laptop oder PC. Aber sie will auch mit herumgetragen werden. Im Video vorgeführt wird das Ultrathin Keyboard von Logitech. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 19.11.2017, 13:13 Uhr

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In der Videoreihe «Digitale Patentrezepte» gibt Matthias Schüssler exklusiv für Tagesanzeiger.ch/Newsnet einmal pro Woche praxiserprobte Hilfestellung zur souveränen Bewältigung des digitalen Alltags.

Falls Sie ein Anliegen haben, das sich für die Behandlung in unserer neuen Rubrik eignen würde, dann unterbreiten Sie uns das bitte über die Kommentarfunktion oder schreiben Sie an matthias.schuessler@tages-anzeiger.ch.

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