Web-Apps mit besonderen Talenten

Fünf mobile Browser, die es sich zu entdecken lohnt: Sie schützen die Privatsphäre, erwecken unzugängliche Inhalte zum Leben und machen Web-Recherche revolutionär einfach.

Spezialisierte Browser für besondere Lebenslagen.
Video: Matthias Schüssler

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Die Standard-Browser von iPhone, iPad und Android-Mobilgeräten sind ausgezeichnet. Trotzdem lohnt es sich, auch die Alternativen anzusehen. Es gibt nämlich eine Reihe von Surf-Apps mit besonderen Talenten: Es gibt die Recherchetalente und die Privatsphären-Schützer. Es gibt Spezialisten für Inhalte, die sich auf Mobilgeräten normalerweise nicht nutzen lassen. Und es gibt Browser, die mit innovativen Bedienkonzepten aufwarten und Funktionen aufweisen, die man bei Safari, Firefox und Chrome schmerzlich vermisst.

Fünf solche Surf-Talente stellen wir im Video vor:

Cake ist der Recherche-Profi. Dieser Browser ist gratis für Android und iPhone/iPad erhältlich, und er macht das Suchen und Sichten von Informationen äusserst effizient: Die Top-Treffer werden automatisch als Reiter geladen, die man horizontal durchwischt. Die nützlichen Informationen lassen sich speichern, in einer Leseliste ablegen oder an eine Notiz-App wie Onenote oder Evernote weiterreichen.

Photon erweckt Flash-Websites zum Leben. Zugegeben, das Flash-Format hat seine beste Zeit hinter sich. Das Ende ist beschlossene Sache, Ende 2020 wird Adobe diese Webtechnologie aus dem Verkehr ziehen. Das bedeutet jedoch nicht, dass es nicht noch viele wertvolle Inhalte gäbe, die nur per Flash zugänglich sind. Unzählige Spiele, interaktive Bücher, Lernprogramme und digitale Enzyklopädien wurden als Flash-Anwendungen entwickelt und können mit Mobilgeräten normalerweise nicht genutzt werden.

Die Website wechoosethemoon.org ist am Tablet eigentlich nicht zu geniessen – es sei denn, man kennt die richtige App.

Ein Hintertürchen öffnet Photon: Diese App macht Flash zugänglich und am Tablet einigermassen komfortabel nutzbar. Die App kostet 5 Franken fürs iPad. Für Android ist sie gratis, jedoch mit In-App-Käufen.

Die Privatsphären-Experten. Firefox Klar sorgt dafür, dass beim Surfen keinerlei Spuren auf dem Gerät zurückbleiben und man als Anwender bei heiklen Informationssuchen möglichst wenig nachverfolgt wird.

Der Tracker von Facebook ist unerwünscht? Ghostery schaltet ihn ab.

Eine zweite App aus dieser Kategorie ist Ghostery (gratis fürs iPhone/iPad und Android). Wie in diesem Beitrag für Mac und Windows beschrieben, erlaubt diese App eine gezielte Abschaltung jener Module, von denen man sich beim Surfen im Netz nicht überwachen lassen möchte.

iCab Mobile ist ein echtes Multitalent. Der in Deutschland entwickelte Browser hält beispielsweise ein interessantes Bedienkonzept bereit, mit dem sich Websites, aber auch viele wichtige Funktionen über Touch-Gesten abrufen lassen: Ein kleiner Kringel aufs Display gemalt, und schon wird die Lieblings-Homepage geladen, ein Screenshot erstellt, fremdsprachige Inhalte übersetzt oder ein Artikel in ein PDF umgewandelt.

Dieser Browser – dessen erste Version 1999 für den Mac erschien – stellt ausserdem vielfältige Konfigurationsmöglichkeiten bereit und ist dank mehrerer Dutzend sogenannter Module enorm vielseitig. Er kostet 2 Franken für iPhone/iPad. Eine Übersicht der Möglichkeiten finden Sie auch hier.

Mit Kringeln und Kritzeln durchs Web navigieren: iCab hat ein innovatives Bedienkonezpt auf Lager. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 25.02.2018, 09:27 Uhr

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In der Videoreihe «Digitale Patentrezepte» gibt Matthias Schüssler exklusiv für Tagesanzeiger.ch/Newsnet einmal pro Woche praxiserprobte Hilfestellung zur souveränen Bewältigung des digitalen Alltags.

Falls Sie ein Anliegen haben, das sich für die Behandlung in unserer neuen Rubrik eignen würde, dann unterbreiten Sie uns das bitte über die Kommentarfunktion oder schreiben Sie an matthias.schuessler@tages-anzeiger.ch.

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