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Wie Sie Ihr Handy vor Viren schützen

Dieses Jahr wird voraussichtlich jedes dritte verkaufte Mobiltelefon ein Multimedia-Handy sein. Damit werden diese zum potenziellen Angriffsziel von Hackern. Doch Smartphone-Besitzer können vorbeugen.

Welche Gefahren drohen meinem Smartphone? Besonders heikel bei Smartphones sind die Telefon- und SMS-Funktion sowie die oft eingebaute Satellitennavigation.
Welche Gefahren drohen meinem Smartphone? Besonders heikel bei Smartphones sind die Telefon- und SMS-Funktion sowie die oft eingebaute Satellitennavigation.
Keystone

1. Sind Smartphones überhaupt durch Viren oder Angriffe von aussen gefährdet?

Theoretisch ja, denn Smartphones sind im Prinzip kleine Computer. Deshalb können sie auch angegriffen, ausspioniert oder gekapert werden. Bislang gibt es allerdings kaum Schadprogramme für die Multimedia-Handys. Das liegt vor allem daran, dass es bislang noch eine Vielzahl unterschiedlicher Plattformen gibt wie das iPhone-System iOS, Android von Google oder Windows Phone 7 von Microsoft. Das erhöht den Aufwand für Virenprogrammierer - sie müssten ihre Schadprogramme an alle Systeme anpassen. «Das ist noch kein Geschäftsmodell für Kriminelle», sagt Daniel Bachfeld von der Fachzeitschrift «c't». Trotzdem ist schädliche Software für Smartphones bereits aufgetaucht.

2. Welche Gefahren drohen meinem Smartphone?

Die Gefahren sind ähnlich wie bei Computern. Schädlinge können Daten ausspionieren, Identitäten und Passwörter abgreifen. Auch können sie zumindest teilweise das Kommando über Smartphones übernehmen. Besonders heikel bei Smartphones sind die Telefon- und SMS-Funktion sowie die oft eingebaute Satellitennavigation. So sind bereits Schädlinge aufgetaucht, die im Hintergrund kostenpflichtige SMS versandt oder den Standort von Telefonen per GPS durchgegeben haben. Auch können die Kontakte abgegriffen werden.

3. Was kann ich tun, um mein Smartphone zu schützen?

Die Auswahl an Anti-Viren-Programmen und Firewalls für Smartphones ist bislang relativ klein. Schutzsoftware ist trotzdem schon von den grossen namhaften Firmen wie von kleineren Herstellern zu finden. Sie bieten meist Miniprogramme an, sogenannte Apps, die sich direkt auf dem Smartphone installieren lassen. Oft sind die Programme sogar kostenlos. Nützlich sind sind die Apps vor allem, wenn sie Funktionen beim Verlust von Smartphones bieten.

4. Was muss ich bei Apps beachten?

Bei den Miniprogrammen müssen Nutzer vorsichtig sein. Sie sollten keine Programme aus unbekannten Quellen zulassen - das ist auf den Telefonen meist sowieso standardmässig deaktiviert. Zudem geben Apps bei der Installation an, welche Rechte sie anfordern. Verlangt etwa ein Spiel Zugriff auf SMS oder GPS, sollten Nutzer stutzig werden. Beim iPhone und bei Android-Handys werden die App-Angebote von Apple und Google zentral kontrolliert. Taucht eine schädliche App auf, entfernen die Unternehmen sie meist schnell aus dem Angebot. Möglich ist sogar, die Schadprogramme aus der Ferne automatisch zu deinstallieren.

5. Wie kann ich mich für den Fall des Verlusts meines Smartphones schützen?

In der Londoner U-Bahn werden bereits mehr Smartphones als Regenschirme verloren. Der Verlust ist für Geschäftsleute genauso wie für Privatmenschen schmerzlich, denn mit dem Telefon gehen viele Daten verloren - und befinden sich dann vielleicht sogar in der Hand eines unehrlichen Finders. Smartphones sollten daher unbedingt mit einem Code gesperrt werden, zusätzlich zur Geheimnummer der SIM-Karte. Manche Telefone besitzen zudem spezielle Funktionen, mit denen sich das Telefon orten oder sperren lässt und mit denen die Daten darauf gelöscht werden können. Auch Virenschutz-Programme bieten diese Funktion oft zusätzlich.

AFP/rek

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