Windows 10 S und Surface-Laptop: Der erste Eindruck

Microsoft hat zwei Neuheiten vorgestellt und den Druck auf HP, Dell und Co. erhöht.

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Microsoft hat heute zwei Neuheiten vorgestellt. Zum einen eine abgespeckte Windows-Version namens Windows 10 S. Anders als das normale Windows 10 laufen darauf nur Apps, die aus dem App Store von Microsoft stammen.

Anders als das ungeliebte und gescheiterte Windows RT profitiert Windows 10 S vom inzwischen besseren App-Angebot. Dennoch fehlen aktuell – wie Microsoft an der Veranstaltung selbst gesagt hat – Apps wie Spotify, Word oder Excel. Alle sollen demnächst erscheinen, aber einen genauen Zeitplan nannte Microsoft nicht.

Auch unklar blieb die Möglichkeit, von Windows 10 S auf Windows 10 Pro zu wechseln, um alle Windows-Programme nutzen zu können. Wie das genau funktioniert, hat Microsoft an der zweistündigen Präsentation nur angetönt. Laut Business Insider soll das Upgrade auf das volle Windows 10 49 Dollar kosten. Auch noch unklar ist, ob man sein aktuelles Windows-Gerät auf Windows 10 S downgraden kann.

Zusammen mit Windows 10 S hat Microsoft zahlreiche Billig-Laptops von Firmen wie Dell, HP, Acer, Asus usw. angekündigt. Die Preise sollen teilweise unter 200 Dollar liegen. Damit nimmt Microsoft die ebenfalls preisgünstigen und im Bildungssektor beliebten Chromebooks von Google ins Visier.

Premium-Preis

Nebst dem abgespeckten Windows hat Microsoft auch ein Premium-Notebook in vier Farbvarianten vorgestellt. Der Surface-Laptop ist Microsofts erstes Surface-Gerät, das das Rad nicht neu erfinden will. Es ist einfach ein Laptop. Schüler und Studenten hätten genau ein solches Gerät gewollt, und Microsoft hat es gebaut.

Für 1129 bis 2449 Franken bewegt es sich preislich im üblichen Premium-Rahmen. Der Akku soll fast 15 Stunden durchhalten. Wie bei anderen Surface-Geräten hat der Laptop einen Touchscreen, auf den man mit dem Stift zeichnen kann. Da der Surface Laptop das neue Windows 10 S nutzt funktionieren auch damit nur Apps aus dem Microsoft Store. Wer alle Windows-Programme nutzen will, muss wohl für ein Upgrade nochmal Geld in die Hand nehmen.

Konkurrenz für Lenovo, HP, Dell und Co.

Microsofts oben erwähnte Hardware-Partner dürften sich kaum über die neue Konkurrenz im Premium-Sektor freuen. Bis anhin hat Microsoft die Surface-Reihe genutzt, um neuen Gerätekategorien zum Durchbruch zu verhelfen. Nun mischt Microsoft auch im traditionellen Laptop-Geschäft mit. Als Kunde kann man sich freuen. Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft und senkt die Preise.

Als Fan der Surface-Pro-Tablets vermisse ich allerdings Neuigkeiten in dem Bereich. Das Tablet mit Anklips-Tastatur hat 2015 sein letztes Update erhalten und ist im Surface-Sortiment nun die günstigste Option.

Hoffentlich arbeitet Microsoft bereits fleissig an einem Surface Pro 5. Wenn es das dann auch in Burgunderrot gibt, lockt es mich vielleicht wieder von meinem iPad Pro weg. Das hat in den letzten Monaten mein Surface Pro 3 zusehends als wichtigstes Arbeitsgerät abgelöst.

Erstellt: 02.05.2017, 18:23 Uhr

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