7 Fragen und Antworten zum Homepod

Apples smarter Lautsprecher kommt mit Verspätung in den Handel. Was kann er und wie stehen seine Chancen?

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Wann kommt der Homepod in die Schweiz?

Das ist noch unklar. Seit gestern ist aber bekannt, dass in den USA, Grossbritannien und Australien der Vorverkauf am 26. Januar startet. In den Handel kommt der Lautsprecher dort dann am 9. Februar. Ebenfalls bekannt wurde, dass der Homepod im Frühling nach Deutschland und Frankreich kommen soll.

Was kostet der Homepod?

In den USA kostet der Lautsprecher (ohne Steuern) 350 Dollar. Damit wird er in der Schweiz wohl leicht unter 400 Franken kosten, wenn man US-Preise von anderen Apple-Produkten zum Vergleich heranzieht.

Was ist der Homepod überhaupt? Ist es ein Zubehör oder eine eigenständige Plattform?

Da noch niemand ausserhalb von Apple einen Hompod wirklich ausprobieren konnte und viele Funktionen noch unklar sind, ist diese Frage auch so kurz vor dem Verkaufsstart noch schwer zu beantworten. Allerdings tut sich auch Apple damit erstaunlich schwer. Angekündigt wurde der Homepod im letzten Juni als ein Lautsprechersystem, das in erster Linie tollen Klang in allen Räumen bieten soll. Darum wurde der Lautsprecher auch mit den Angeboten von Sonos, dem Multi-Room-Spezialisten, verglichen. Doch auch Amazons Echo-Lautsprecher wurde für Vergleiche herangezogen. Nach den neusten Informationen kann man wohl festhalten: Der Homepod ist vorerst ein bisschen von beidem – aber mit entscheidenden Abstrichen. So ist die Multiroom-Funktion zum Start noch nicht parat. Wer mehrere Homepods kauft, muss auf ein Update warten, um sie zu koppeln. Anders als Amazons Alexa dürfte der Homepod aber mindestens in naher Zukunft keine eigenständige Plattform werden.

Wie bedient man den Homepod?

Oben auf dem Lautsprecher gibt es einen kleinen Touchscreen. In erster Linie soll der Homepod aber mit der eigenen Stimme und Siri bedient werden. Was man dann alles kann, ist aber noch unklar. Gespannt sein darf man, wie gut der Homepod mit Konkurrenzdiensten wie Spotify funktioniert. Anders als bei Amazons Alexa und bei dem Google-Assistenten sind App-Entwickler bei Siri nämlich deutlich eingeschränkter. Fest steht allerdings schon, dass man für einen Homepod mindestens ein iPhone 5s, iPad Pro, iPad Air, iPad Mini 2 oder ein iPod Touch der sechsten Generation haben muss. Zeigen muss sich dann auch noch, wie gut der Homepod mit mehreren Personen im Haushalt umgehen kann. Erkennt der Lautsprecher verschiedene Stimmen und können mehrere Personen mit dem Homepod SMS verschicken oder nur die Person, die ihr Apple-Konto damit verknüpft hat?

Klingt der Homepod wirklich so gut, wie Apple behauptet?

Erst ein paar wenige, hauptsächlich amerikanische, Journalisten konnten im letzten Sommer den Lautsprecher probehören. Wirkliche Tests und Vergleiche gibt es noch keine. Vermutlich dürften aber Anfang Februar erste Testberichte des Homepods in amerikanischen Medien auftauchen. Dann dürfte diese Frage und so manche andere beantwortet werden.

Warum diese Verspätungen?

Lange sah es so aus, als wäre Airplay 2, die Multiroom-Variante und Nachfolgelösung von Airplay, schuld. Die Möglichkeit, via Airplay mehrere Lautsprecher gleichzeitig mit Musik zu versorgen, sollte ursprünglich mit iOS 11 im September parat sein. Doch bis heute tauchte die Funktion nicht auf. Da der Homepod nun aber vorerst ohne Airplay 2 auf den Markt kommt, kann es wohl nicht alleine daran gelegen haben. Diese Verspätung mag für Kunden in den USA, Grossbritannien und Australien und vor allem für Apple selbst ärgerlich sein. Hierzulande ist sie halb so wild. Schliesslich gab es bis jetzt keinen konkreten Verkaufsstart für die Schweiz. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass bei uns der Homepod noch vor Amazons Echo und Google Home auf den Markt kommt.

Was wird längerfristig aus dem Homepod?

Das hängt in erster Linie davon ab, in welche Richtung Apple mit Siri will. Vor dem Kauf durch Apple war Siri als eigenständige Plattform geplant. Nach dem Kauf wurde daraus eine Zusatzfunktion für Apple-Geräte. Solange Siri nicht eigenständiger wird, wird auch der Homepod ein Zubehör bleiben. Fest steht aber auch, dass in dem Lautsprecher viel Potenzial (und schon jetzt ein äusserst leistungsfähiger Prozessor) steckt. Es braucht kaum Fantasie, um sich Nachfolgeprodukte vorzustellen, die WLAN im Haus verteilen, das iPhone mit Strom versorgen oder gar die Apple-TV-Box ersetzen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 24.01.2018, 10:53 Uhr

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