Reise-Spass

Der Weg ist das Spiel

Langeweile während der Reise in die Ferien? Mit diesen zwölf Games vertreibt die Digitalredaktion sich und anderen die Zeit.

Ohne die richtige Unterhaltung wird die Autofahrt ans Meer für Jung und Alt zur Geduldsprobe. Foto: Andrew Rich (iStock)

Ohne die richtige Unterhaltung wird die Autofahrt ans Meer für Jung und Alt zur Geduldsprobe. Foto: Andrew Rich (iStock)

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Monument Valley
Im Reich der Illusionen und optischen Täuschungen
Das vielleicht schönste Spiel für Tablets und Smartphones überhaupt gibt es für iOS und Android (je 4 Franken). Das in diesem Jahr veröffentlichte «Monument Valley» hat bereits zahlreiche Preise eingeheimst und noch mehr positive Kritiken bekommen. Die Mischung aus optischen Täuschungen und Knobelabenteuer zieht einen sofort in den Bann. Es ist, als würde man durch ein Buch mit den unmöglichen Illustrationen von M. C. Escher spazieren. Das Spiel ist ein wahrer Augenschmaus. Der einzige Nachteil: Es ist zu kurz. (zei)


These Robotic Hearts of Mine
Ein Herz für den kaputten Roboter
Ein Junge und ein Mädchen finden einen defekten Roboter im Wald – und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Da dieses lyrische Puzzlespiel (iOS und Android, je 3 Franken) schon einige Jahre auf dem Buckel hat, läuft es auch auf Uraltgeräten nach wie vor problemlos. Nach dem Rubikwürfel-Prinzip wollen Herzen korrekt ausgerichtet werden, die Anzahl der Schritte entscheidet über die Punktzahl. Obschon minimalistisch, schafft es der Rätseltitel, mit seiner Ausgangslage zu fesseln. Die Geschichte wird in kleinen Texthäppchen erzählt. (jro)


Icycle
Ein nackter Mann mit seinem Fahrrad
Dennis heisst die arme Hauptfigur, die splitternackt auf ihrem Velo durch eine surreale Eislandschaft pedalen muss. Der Spieler lenkt den Radfahrer an Gletscherspalten und spitzigen Eiszapfen vorbei und darf die eingesammelten Punkte dazu verwenden, dem armen Dennis ein Mäntelchen umzulegen und andere Power-ups zu erwerben. Wunderschön gemacht, mit einem an James Bond erinnernden Vorspann, ist dieses Spiel (3 Franken für iOS) ein Kunstwerk für sich. (schü.)


Swords & Sworcery
Zwischen Wirklichkeit und Pixel-Traum
Schon jetzt gilt das Abenteuerspiel «Swords & Sworcery» als iPad-Klassiker. 2011 für Apples iOS (5 Franken) vorgestellt, ist es inzwischen auch für Android (4 Franken) erhältlich. Man begleitet eine Schwertkämpferin durch eine wunderschön gestaltete Fabelwelt. Die Pixel-­Grafiken erinnern dabei an die Spieleklassiker aus den späten 80er-Jahren. Die eigens für das Spiel komponierte Musik geht einem kaum mehr aus dem Kopf und die so packende wie poetische Geschichte sowieso nicht. (zei)


The Room
Das Geheimnis des Tresors knacken
Hier heuert man als Meisterdieb an (für Android und iOS, 1 Franken). Im titel­gebenden Raum wartet ein Tresor, dessen Geheimnis ergründet werden will. Dieser entpuppt sich bald als dreidimensionale Rätselbox, die für jeden geöffneten Verschluss zwei weitere bereithält. Die Box will auf Schwachstellen, lockere Schrauben, versteckte Knöpfe, Hebel und Schalter abgeklopft werden. Das Geduldsspiel fordert Genauigkeit und ein Auge für Details. Wer gerne tüftelt, ist hier richtig. (jro)


Solebon Solitaire
Der Karten-Klassiker in mehr als 150 Varianten
Mit Windows 3.0 hat Microsoft erstmals ein Spiel namens Solitaire mitgeliefert. Es avancierte zum Produktivitätsvernichter par excellence. Mit «Solebon Solitaire» gibt es das Spiel auch für die mobilen Geräte. In der Gratisversion sind nebst der bekannten «Klondike»-Variante auch sechs weitere Patience-Spiele auswählbar. Die Bezahlversion fürs iPad (4 Franken) enthält mehr als 150 Varianten, namentlich «Freecell» und «Spider» – eine dezente Umsetzung für Freunde unaufgeregter Denkspiele. (schü.)


FTL
Endlich Captain Kirk oder Spock sein
Der Weltraum, unendliche Weiten, wir schreiben das Jahr 2014. Das sind die Abenteuer eines kleinen Pixel-Raumschiffs. Mit dem Simulations-Spiel FTL wird man zum Captain dieses Raumschiffs. Man bestimmt die Flugroute, entscheidet, ob man einem Raumschiff in Not hilft oder es ausraubt. Besonders spannend wird es bei Kämpfen. Da müssen Schilde hochgehalten oder Energie vom Antrieb auf das Waffensystem umgeleitet werden. Das Spiel ist vorerst nur für iOS erhältlich und kostet 10 Franken. (zei)


Monsters Ate My Condo
Gefrässige Monster auf dem Immobilienmarkt
Die Zutaten dieses Geschicklichkeitsspiels für iOS und Android (je 1 Franken) sind Japano-Kitsch und anarchischer Humor im Überfluss. Reizvoll ist, mehr als die simple Mechanik, der skurrile Charme des Zeichenstils. Monster stiften Unheil in der Stadt, während ein grösser werdender Wohnungsstapel umzufallen droht. Am Spieler ist es nun, die Kreaturen mit Häuschen zu füttern, ehe ihm der Stapel über den Kopf wächst. Für schnellen Zeitvertreib sorgt das Spiel allemal. (jro)


Grand Theft Auto III
Noch einmal der Rowdie von früher sein
«GTA3» ist das Skandalspiel aus dem Jahr 2001, bei dem sich der gescheiterte Bank­räuber Claude aus dem Gefangenentransporter befreien lässt, um weiter sein Unwesen in der Stadt namens Liberty City zu treiben. Mit geklauten Autos sind Aufträge für den Nachtclubbesitzer Luigi zu erledigen, ohne bei Gang-Schiessereien sein Leben zu verlieren. Die Adaption fürs iPad lässt auch den Soundtrack des Originals aufleben, ist mit dem simulierten Joystick aber schwer zu steuern. (schü.)


Tiny Thief
Von wegen Kinderkram
Auf den ersten Blick sieht «Tiny Thief» mit seiner knuffligen Grafik und den bunten Farben aus wie ein Kinderspiel. Tatsächlich macht das Rätselabenteuer aber auch Erwachsenen Spass. Man manövriert einen kleinen Robin Hood durch verschiedene Episoden, indem man Rätsel löst. Geht es am Anfang noch darum, Esswaren zu stibitzen, muss man später das Königreich retten und das Herz einer Prinzessin erobern. Das Spiel für iOS und Android ist gratis. Einzelne Episoden und Tipps kosten. (zei)


Device 6
Amnesie und Abenteuerlust
Anna erwacht ohne jede Erinnerung in einer mysteriösen Villa. Was nun? Der Spieler dieses interaktiven Leseabenteuers für iPad und iPhone (4 Franken) liest sich durch Bildschirmtexte, die zu Spielpfaden werden. Ständig muss das Gerät gedreht werden, um den Sätzen zu folgen. So ergibt sich der virtuelle Grundriss des Ortes. Zum Text kommen atmosphärische Soundeffekte und Videoschnipsel. Am besten spielt sich Device 6 auf dem Tablet, das Spiel erfordert gute Englischkenntnisse. (jro)


Big Bad Sudoku Book
Damit während der Ferien das Hirn nicht einrostet
Bei diesem Spiel geht es, natürlich, um die auf Leonhard Euler zurückgehende Zahlenknobelei, die man mit logischem Denken und Konzentration löst. Die digitale Variante von «Bad Weasel» (kostenlos für iOS, mit In-App-Käufen) stellt sechs Schwierigkeitsgrade zur Verfügung. Die schweren Partien lassen sich nur mit fortgeschrittenen Lösungstechniken bewältigen, bei denen man die Kandidaten für jedes Zahlenfeld braucht. Diese kann man selbst eintragen oder via App erfahren. (schü.)

Haben Sie weitere Spieletipps? Wir freuen uns über Ihre Empfehlungen in den Kommentaren.

Erstellt: 06.07.2014, 20:30 Uhr

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