Fernseher für Kinosäle

Bei den Bildschirmdiagonalen liefern sich TV-Hersteller ein Wettrüsten. Allerdings ist nicht jedes Gerät serienreif und jene Fernseher, die man demnächst kaufen kann, kosten auch mal einen fünfstelligen Betrag.

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An der Wohnzimmerwand könnte es richtig eng werden: Bei den Bildschirmdiagonalen liefern sich Hersteller ein regelrechtes Wettrüsten. Allerdings ist nicht jedes Gerät serienreif und jene Fernseher, die man bald kaufen kann, kosten locker mehrere Tausend Franken.

Sharp wartet an der IFA mit einem 90-Zoll-LCD-Fernseher auf (2,3 Meter, siehe Bildstrecke), andere bieten 84- oder 75-Zoll-Bildschirme. Daneben bekommen die Besucher auch einen neuen Standard zu sehen: Ultra High Definition (UHD oder 4K). Im Vergleich zu HD ready (1280 mal 720 Pixel) oder Full HD (1920 mal 1080 Pixel) gibt es noch mal kräftig mehr Bildpunkte: 4K hat 3840 mal 2160 Pixel, 8K sogar 7680 mal 4320 Pixel. Auch dies ist noch ein sehr teuer Spass. Beim Blick auf diese Geräte war der Unterschied zum aktuellen Full HD auf den ersten Blick allerdings nicht enorm.

In jedem Fall ein Hingucker sind Fernseher mit Oled-Technologie. Die Technik (Details dazu finden Sie hier) bietet einen sichtbar höheren Kontrast, eine schnellere Reaktionszeit sowie detailliertere Farben – Schwarz ist auch wirklich Schwarz. Zudem sind die Modelle bis zu vier Millimeter dünn. Bisher kamen diese Displays eher in kleineren Geräten wie Handys zum Einsatz. Billig ist indes auch der Oled-Spass nicht. Der 55-Zöller von LG etwa soll über 10'000 Franken kosten.

Fernbedienungen mit Tastatur

3-D gehört mittlerweile zum guten Ton. Einige Hersteller bieten entsprechende TVs an, die keine Spezialbrille benötigen. Neben den 3-D-Funktionen steht an der IFA das sogenannte Smart TV im Fokus. Es bietet dank Internetanschluss Zugriff auf soziale Netzwerke, Mediatheken und Videoportale sowie Apps. Auch die Bild- und Musiksammlung kann man vom PC abrufen. Allerdings läuft die Branche hier Gefahr, den Konsumenten mit den unzähligen Features zu überfordern.

Ein weiteres Problem war je nach Angebot bisher die umständliche Bedienung der Smart-TV-Oberfläche via Fernbedienung. Hier präsentieren die Hersteller neue Lösungen. So gibt es Fernbedienungen mit einer Tastatur auf der Rückseite, auch Gestensteuerung oder die Kontrolle via Smartphone und Tablet gehören längst dazu.

Zwei Sendungen im Vollbild

Philips und Samsung nutzen die 3-D-Technik sogar für ein besonders gelungenes Feature, das den Streit ums TV-Programm beenden kann: Mit dem Einsatz der 3D-Brillen ist es möglich, zwei unterschiedliche Sendungen gleichzeitig auf dem gleichen Fernseher im Vollbild zu sehen. Die Person links sieht zum Beispiel ein Fussballspiel, jene rechts eine Fernsehschnulze. In die Brillen sind winzige Kopfhörer integriert, die den Ton der jeweiligen Sendung abspielen.

Erstellt: 31.08.2012, 17:46 Uhr

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