Handgepäck vermessen per App

Die niederländische KLM ermöglicht den Handgepäck-Check per Augmented Reality.

So funktioniert die Scanning-Funktion in der KLM-App. (Bild: zvg)

So funktioniert die Scanning-Funktion in der KLM-App. (Bild: zvg)

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Die königliche niederländische Luftfahrtgesellschaft KLM fällt immer wieder durch Publicity-Stunts auf, die besonders ein technik- oder Social-Media-affines Publikum ansprechen sollen. Das gilt wohl auch für ein neues Feature in ihrer Smartphone-App – das aber durchaus einen praktischen Nutzen haben könnte.

Neu kann man in der App, mit der man auch Flüge bucht oder bereits gebuchte Flugreisen verwaltet, das Handgepäck vermessen. Apples Augmented-Reality-Funktion (AR) macht es möglich (es funktioniert also nur auf iPhones und ab dem iPhone 6S und jünger). Um das Gepäck zu vermessen, muss man entweder einen gebuchten Flug zu «Meine Reisen» hinzufügen oder unter «Kontakt» den Facebook Messenger öffnen. Dort gibt es unter dem Menüpunkt «Planen und Buchen» die Option «AR-Handgepäckkontrolle».

Ist die Funktion aufgerufen, wird man zuerst aufgefordert, einen leeren Bereich auf dem Boden zu scannen, woraufhin ein virtueller blauer Koffer auftaucht, der die bei KLM erlaubte Grösse für Handgepäck simuliert. Passt das Gepäckstück, welches man mit an Bord nehmen möchte, in den Koffer, ist man bereit zum Abflug. Zu beachten ist, dass die Bestätigung aus der App nicht definitiv zur Mitnahme als Handgepäck berechtigt, das letzte Wort hat immer noch das Personal am Flughafen, bestätigt KLM.

Dieses Feature funktioniert beim Test (über die Messenger-App) in der Redaktion einigermassen zuverlässig, auch wenn der kleine blaue Koffer hier und da an ungewöhnlichen Orten auftaucht, sodass man das reale Gepäckstück im Raum bewegen muss.

Der alte Rucksack des Redaktors passt gut in den Referenzkoffer, was durchaus der Realität entsprechen dürfte.

Dieses Gadget in der KLM-App erscheint ein sinnvoller Einsatz von AR zu sein; sie erinnert entfernt an Apples Measure-App, mit der man in iOS12 und einem entsprechend modernen Gerät (iPhone SE, 6S oder jünger) die Fläche von Objekten berechnen kann. Die Reiseplanungs-App Kayak vermisst übrigens auch schon virtuell Gepäck, bislang allerdings nur in der App für den britischen Raum. Der Vorteil hier: Es gleicht das eingescannte Gepäck mit den Massen aller in der App verfügbaren Airlines ab. Eine Einführung der Funktion in der Schweiz sei allerdings bislang nicht geplant, heisst es auf Anfrage. (mmo)

Erstellt: 05.10.2018, 21:31 Uhr

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