So smart wird das TV-Jahr

Filme vom PC oder Smartphone auf den TV streamen, Facebook checken, skypen: Der Fernseher wird endgültig zur Multimedia-Schaltzentrale. Tagesanzeiger.ch/Newsnet konnte die neuen Multimediageräte von LG antesten.

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Der südkoreanische Elektronik-Konzern LG hat in Zürich die neuen Fernseher in den Grössen 32 bis 65 Zoll (81 bis 165 Zentimeter) vorgestellt, die neben 3-D allesamt als Smart-TVs funktionieren – also dank Internetzugang Zusatzfunktionen bieten. Die neue Hardwareserie wird Firmenangaben zufolge ab April/Mai in der Schweiz erhältlich sein.

Damit zeichnet sich ab, was bereits an der CES in Las Vegas deutlich wurde: Neben immer schlankeren Designs und 3-D rüsten LG und andere Hersteller den Fernseher zur Multimedia-Onlinezentrale um. Dank drahtlosem Internetzugang – die neuen LG-Fernseher bieten WLAN – hat der Zuschauer Zugriff auf LG Smart TV: Er kann kleine Programme (Apps) nutzen, direkt im Web surfen oder Videos vom Android-Smartphone auf den TV-Bildschirm streamen. Für die nötige Leistung sorgt ein Dual-Core-Prozessor.

Bereits über 4000 Apps

Das «Look and Feel» erinnert an Smartphones und Tablets. Apps werden als bunte Symbole dargestellt, den Homescreen kann man mit seinen Favoriten bestücken. Neben den typischen Apps wie Facebook, Picasa, Youtube (diese App zeigt auch HD-Clips an) oder Twitter kann man in einem App-Store weitere Anwendungen (darunter auch Games) herunterladen, die auf den Fernseher abgestimmt wurden.

LG hat seine Smart-TVs 2011 lanciert und seither kontinuierlich ausgebaut. Waren es zum Start 1200 Apps, stehen nun bereits über 4000 zur Verfügung, wie das Unternehmen Tagesanzeiger.ch/Newsnet mitgeteilt hat. Die App-Anzahl variiert allerdings von Land zu Land. Als Premium Content für Schweizer Kunden gibt es DVD Fly und den Videostreaming-Dienst Ace Trax Movies. Für den App-Download stehen 2 GB Speicher zur Verfügung.

«Magische» Fernbedienung

Bedient wird die Smart-TV-Oberfläche mit der Magic Motion Remote Control, die via Bluetooth mit dem TV verbunden ist und sich automatisch synchronisiert. Mit ihr steuert man einen Pfeil auf dem Bildschirm, klickt sich so in die Menüs und bedient Apps. Das funktionierte im Test ziemlich flott. Die Fernbedienung muss man bei den Aktionen nicht einmal genau auf den Fernseher halten. Wem das alles zu kompliziert ist, kann eine klassische Fernbedienung nutzen.

Über einen Browser kann der Nutzer im Web surfen: Im Test riefen wir beispielsweise die Seite Tagesanzeiger.ch ab. Ein kleines Rad in der Magic Remote nutzt man zum Scrollen auf der Seite oder vergrössert diese. Der hauseigene Browser kommt sowohl mit HTML5 als auch Flash 10 zurecht.

Tastatur für längere Schreibarbeiten

Und Texte? Diese tippt der Nutzer mit einer virtuellen Tastatur via Magic Remote ein. Das soll später auch über die LG-Remote-App möglich sein. Für längere Schreibarbeiten – etwa für Facebook-Chats – kann man via USB eine Tastatur anschliessen.

Die neuen Fernseher sind ab April/Mai in der Schweiz erhältlich. Die Modellbezeichnungen lauten LM 960V, 760S, 670S, 660S und 669S. Das Einsteigermodell 620S bietet Smart TV, aber kein WLAN und wird ohne Magic Remote ausgeliefert. Die Preise wurden noch nicht kommuniziert.

Erstellt: 30.03.2012, 12:41 Uhr

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