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Auf der Jagd nach Tech-Rekorden

Am 31. August öffnet die Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin ihre Tore. Wir zeigen, was die weltgrösste Messe für Unterhaltungselektronik zu bieten hat.

ah/rek/dapd
Neue Fernsehgeräte machen dreidimensionales Fernsehvergnügen ohne Brille möglich (Prototypen mit sogenannter Autostereoskopie gibt es allerdings schon seit längerem). An der IFA werden nun erste marktreife Geräte gezeigt, zum Beispiel von Stream TV Networks.Von den Geräten, die dreidimensionales Fernsehen ohne Hilfsmittel versprechen, hält Christoph de Leuw, Redaktor der Zeitschrift «Audio Video Foto Bild» allerdings nicht viel. Sie kämen qualitativ längst nicht an die Geräte heran, die mit Brille funktionieren.Ein weiteres Problem ist der Mangel an Inhalten (3-D-Filmen), weshalb auch bei einer baldigen Markteinführung solcher Fernseher der grosse Durchbruch wohl auf sich warten lässt. Im Bild: Ein Model mit 3-D-Brille vor einem Sony-TV.
Neue Fernsehgeräte machen dreidimensionales Fernsehvergnügen ohne Brille möglich (Prototypen mit sogenannter Autostereoskopie gibt es allerdings schon seit längerem). An der IFA werden nun erste marktreife Geräte gezeigt, zum Beispiel von Stream TV Networks.Von den Geräten, die dreidimensionales Fernsehen ohne Hilfsmittel versprechen, hält Christoph de Leuw, Redaktor der Zeitschrift «Audio Video Foto Bild» allerdings nicht viel. Sie kämen qualitativ längst nicht an die Geräte heran, die mit Brille funktionieren.Ein weiteres Problem ist der Mangel an Inhalten (3-D-Filmen), weshalb auch bei einer baldigen Markteinführung solcher Fernseher der grosse Durchbruch wohl auf sich warten lässt. Im Bild: Ein Model mit 3-D-Brille vor einem Sony-TV.
Keystone
Und Google-TV? Der Dienst ist im deutschsprachigen Raum noch nicht verfügbar. Das wird sich im Herbst dank Sony ändern. An der IFA werden entsprechende Infos erwartet.
Und Google-TV? Der Dienst ist im deutschsprachigen Raum noch nicht verfügbar. Das wird sich im Herbst dank Sony ändern. An der IFA werden entsprechende Infos erwartet.
AFP
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Die Olympischen Sommerspiele in London sind vorbei, da geht es schon um die nächste Rekordjagd: Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin (31. August bis 5. September) gibt es voraussichtlich eine neue Rekordausstellungsfläche. «Wir verzeichnen ein Wachstum sowohl bei den bisherigen als auch bei den neuen Ausstellern», sagt Messesprecherin Nicole von Ropp. Genaue Zahlen zur IFA wollen die Messeveranstalter erst Ende August bekannt geben.

Eines der Hauptthemen der Funkausstellung – die Vernetzung von Fernsehen und Internet – ist zwar nicht neu, hat aber an Aktualität gewonnen. Denn bei den Olympischen Spielen hatten Fernsehsender erstmals parallel zum Fernsehprogramm sechs Livestreams im Internet angeboten, ein britisches Portal ebenfalls kostenlos sogar zwölf. «Die Olympischen Sommerspiele 2012 haben eine neue Ära des Fernsehens eingeläutet. Mit Olympia 2012 wurde Internet-TV zum Massenphänomen», sagt Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des deutschen Branchenverbandes Bitkom.

«Die Funktion wird tatsächlich auch genutzt»

Das sieht auch Christoph de Leuw, Redaktor der Zeitschrift «Audio Video Foto Bild» so. Die Netzwerkfunktionen seien bei gut der Hälfte der Fernseher inzwischen Standard. «Jetzt wird die Funktion aber tatsächlich auch genutzt», sagt er. Mit den auf der IFA erstmals gezeigten Geräten sei es möglich, das Programm etwa auf ein Tablet zu streamen und dann gemütlich auf der Terrasse einen Film zu schauen. Ebenfalls in diesen Bereich gehört die Set-Top-Box für Google TV mit Android 3.2 von Sony. «Man muss allerdings abwarten, welche Inhalte damit zu sehen sein werden», sagt de Leuw.

Als sehr wichtige Weiterentwicklung im Bereich Bildschirme sieht de Leuw die Oled-Technologie, welche Samsung und LG ebenfalls in Berlin zeigen. Sie verspricht besonders kontrastreiche und plastische Bilder und ist schon bekannt von Smartphones. «Das ist schon ein ziemlicher Entwicklungsschritt, nicht nur eine graduelle Verbesserung», sagt der Experte.

3-D-Brillen werden günstiger

Dagegen sei das Thema 3-D-Panels technisch ausgereift. Die Nutzer dürften sich aber freuen, dass die dazu notwendigen Spezialbrillen günstiger werden. Von den Geräten, die dreidimensionales Fernsehen ohne Hilfsmittel versprechen, hält de Leuw dagegen nicht viel. Sie kämen qualitativ längst nicht an die Geräte heran, die mit Brille funktionieren.

Ebenfalls etwas günstiger werden die schnellen und flachen mobilen Computer Ultrabooks. Diese sind nach Beobachtung de Leuws etwa 20 Prozent preisgünstiger als bisherige Modelle. Sie werden in Berlin ebenso gezeigt wie die ersten Tablets mit Microsofts künftigem Betriebssystem Windows 8.

Vernetzte Kameras

Bei den Digitalkameras halten sich die Hersteller mit Neuheiten zurück, weil unmittelbar auf die IFA die Messe Photokina folgt. Experte de Leuw erwartet aber, dass Vernetzung auch bei Kameras ein grosses Thema sein wird: «Immer mehr haben WLAN eingebaut, um Fotos in Facebook oder eine Cloud hochzuladen.» Als Beispiele nennt er die Samsung EX2F. Besonders lichtstark dagegen ist die Sony Cybershot DSC-RX100 mit einer durchgängigen Blende von 1,8 bei einer Brennweite von 28 Millimetern.

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