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Bericht: Google arbeitet an «Terminator»-Brille

Was Kampfpiloten seit langem kennen, könnte auch für Normalnutzer Alltag werden: Sogenannte Heads-up-Displays, die den totalen Durchblick ermöglichen.

Augmented Reality (AR) – erweiterte Realität – hat insbesondere dank Smartphone-Apps Einzug gehalten in den Alltag: Wenn man mit der Handykamera die Umgebung scannt, zeigen die mobilen Geräte dank Miniprogrammen wie Immonet, Swiss Peaks, Wikitude oder Pocket Universe mehr an als das, was das Auge sieht: Zum Beispiel die Namen von Sehenswürdigkeiten, Bergen und Sternen oder Infos über die Verfügbarkeit von Wohnungen und Häusern.

Mit einem Kopfnicken die Brille bedienen

Doch dafür braucht es vielleicht gar kein Smartphone mehr. Informationen der US-Techsite 9to5google.com zufolge arbeitet Google an einer AR-Brille. Dem futuristischen Vorbild der «Terminator»-Technologie folgend (siehe Video) könnte es bald möglich sein, auf der Brille Informationen zur Umgebung einblenden zu lassen.

Laut dieser Quelle orientiert sich der Suchmaschinenkonzern designtechnisch an Brillenmodellen des US-Produzenten Oakley. In das mit einem sogenannten Heads-up-Display ausgerüstete Gadget sollen eine Kamera sowie eine kleine Lampe integriert sein. Sie könnte sowohl via Kopfbewegung als auch mit Sprachbefehlen bedient werden.

Marktstart ungewiss

Derzeit hätten nur ein paar wenige Google-Insider Einblick in das Projekt. Wann und ob die «Terminator»-Brille massenmarkttauglich wird, konnte 9to5google.com nicht in Erfahrung bringen.

Google arbeitet seit längerem an der Perfektionierung von Gesichtserkennungssoftware. Im vergangenen Sommer übernahm der Konzern die US-Firma Pittpatt, einen Hersteller von Gesichtserkennungsprogrammen für Fotos und Videos. Zudem erweiterte Google sein soziales Netzwerk Google Plus Ende 2012 mit «Find My Face» (Redaktion Tamedia berichtete).

Auch Facebook scannt Gesichter

Die (standardmässig deaktivierte) Funktion erstellt nach Zustimmung des Nutzers zunächst ein Modell des Gesichts. Daraufhin werden die Fotos der eigenen Kontakte auf Google Plus durchforstet. Das System schlägt diesen Kontakten dann vor, die Bilder mit Namen zu versehen.

Nicht nur auf Google Plus, auch auf Facebook kann man Gesichter scannen: Wenn ein Mitglied beim weltgrössten Netzwerk ein Foto hochlädt, überprüft eine Software die darauf abgebildeten Porträts und meldet dem Nutzer Vorschläge für Namen. Anders als bei Google Plus ist die Funktion standardmässig eingeschaltet. Facebook argumentiert, dass man sich mit den Bildbeschriftungen (sogenannten Tags) in grösseren Bildsammlungen besser zurechtfinden soll und sich auch selbst auf Bildern von Freunden entdecken kann.

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