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Generation Whatsapp

90 Prozent der Schweizer Jugendlichen besitzen inzwischen ein Smartphone. Am liebsten kommunizieren sie mit Messengerdiensten. Die Skepsis gegenüber Facebook hingegen nimmt zu.

Ständiger Begleiter: Jugendliche tippt auf Smartphone herum.
Ständiger Begleiter: Jugendliche tippt auf Smartphone herum.
Keystone

Das Smartphone wird immer mehr zur Schaltzentrale des jugendlichen Lebens in der Schweiz. Der Messengerdienst Whatsapp hat das SMS bereits als beliebtesten Kommunikationskanal abgelöst.

«Entgegen der gängigen Meinung, dass Jugendliche Facebook den Rücken kehren, ist das soziale Netzwerk auch dieses Jahr weiter auf dem Vormarsch»: Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie zur Mediennutzung Deutschweizer Jugendlicher und Studierender mit dem Fokus «Mobile Communication» (siehe Infobox). Ein weiteres Fazit: Der Anteil jugendlicher Smartphone-Besitzer ist in der Schweiz seit 2011 von 54 Prozent auf 90 Prozent gestiegen.

Vorwiegend mit Handy im Web surfen

Das Smartphone ist mit 45 Prozent das am häufigsten genutzte Gerät für den Webzugang, gefolgt vom Laptop (35 Prozent), dem Desktop (16 Prozent) und dem Tablet (4 Prozent). Mit zunehmendem Alter gewinnt der Laptop aber an Bedeutung und hat bei den über 20-Jährigen und den Studierenden einen klar grösseren Nutzerkreis als das Smartphone. Gleichzeitig wird der stationäre Computer fast nur noch von Männern genutzt. Der Frauenanteil bei den Desktop-Nutzern ist verschwindend klein.

Whatsapp ist mit 60 Prozent die meistgenutzte App. Die zweitbeliebteste App ist Facebook mit 13 Prozent. Danach folgen die Apps von 20 Minuten und der SBB mit je 3 Prozent der Stimmen. Für viele weibliche Teenager ist Instagram die favorisierte App.

Keine Facebook-Müdigkeit

Die von Schweizer Jugendlichen am häufigsten besuchte Website ist Facebook (30 Prozent) gefolgt von Youtube (25 Prozent) und Google (9 Prozent). Trotz der starken Nutzung steigt die Skepsis gegenüber dem sozialen Netzwerk: 74 Prozent der Befragten haben bereits mit dem Gedanken gespielt, sich von Facebook abzumelden. Als Gründe nannten die meisten, dass sie zu oft abgelenkt werden, sie keine Lust mehr haben, alles offen zu teilen, und den hohen Abhängigkeitsgrad. Mit zunehmendem Alter gewinnt zudem das Argument der Belanglosigkeit der Inhalte stark an Bedeutung.

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