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Neue TV-Generation: Keine 10 Millimeter dick

Die Unterhaltungselektronik-Hersteller bringen zur deutschen Funkausstellung IFA in Berlin neue Generationen der Flachbildfernseher in Position.

Was die IFA an Neuheiten auf Lager hat.

Die neuen Fernseher sind dünner, versprechen eine verbesserte Bildqualität und zusätzliche Funktionen. Als den flachsten Fernseher der Welt stellt Sony seinen «Bravia ZX1» vor, der nur noch 9,9 Millimeter dick ist. Das Modell soll im Dezember in Europa in den Handel kommen und erst dann in den japanischen Markt eingeführt werden. Weitere Trends sind Internet-Dienste auf dem Fernseh-Bildschirm, die Vernetzung unterschiedlicher Geräte und Angebote sowie Stromsparfunktionen.

Die Flachbildfernseher finden auch in diesem Jahr ungeachtet des schlechten Konsumklimas einen reissenden Absatz. Im ersten Halbjahr stiegen die Verkäufe in der wichtigsten Produktgruppe der LCD-Fernseher um fast 60 Prozent.

Sony-Offensive

Von Sony kam Konzernchef Howard Stringer persönlich nach Berlin, um den neuen Führungsanspruch des japanischen Unternehmens zu unterstreichen. Mit einer Reihe von Innovationen wolle Sony sich wieder an die Spitze der Markenhersteller von Unterhaltungselektronik setzen, kündigte er an.

Ein Schwerpunkt sei die Vernetzung verschiedener Geräte und Inhalte. Sony hofft dabei auch auf seine Musik-, Spiele- und Film- Sparten. Der Konzern hatte in den vergangenen Jahren seine einst glorreiche Unterhaltungselektronik- Sparte aus Verlusten führen und neu ausrichten müssen.

Youtube an TV

Im Markt für LCD-Fernseher will das Unternehmen bis zum Jahr 2010 mit seinen Bravia-Modellen die weltweite Nummer eins werden, sagte Stringer. Derzeit sei Europa inklusive Osteuropa der grösste Markt und für Sony von strategischer Bedeutung. Über eine zusätzliche Media-Box sollen die «Bravia»-Fernseher zudem künftig drahtlos auf Inhalte in HD-Qualität zugreifen können.

Konkurrent Panasonic kündigte auf der IFA in Berlin ein neues TV-Gerät seiner Vierra-Reihe an, über das per Knopfdruck auf Internet-Inhalte wie die Video-Plattform Youtube, den Bilderdienst Picasa, eine Wettervorschau oder Finanznachrichten der amerikanischen Agentur Bloomberg aufgerufen werden können.

Weniger Stromverbrauch

Sharp und der koreanische Hersteller LG stellen in Berlin Fernseher-Modelle vor, die Strom dadurch sparen, dass sich der Bildschirm auf die Lichtverhältnisse im Raum einstellt. Bei der Technologie ermittelten Sensoren die Helligkeit in einem Raum und stimme damit Parameter wie Farbsättigung, Helligkeit, Schärfe und Kontrast ab, erläuterte LG.

«Wenn man im dunklen Wohnzimmer sitzt, muss das Display nicht mehr so hell leuchten.» Der TÜV Süd habe «unter optimalen Verhältnissen» eine Reduzierung des Stromverbrauchs von bis zu 62 Prozent gemessen.

Kaum HDTV im Angebot

Ein schwieriges Thema für die Branche bleibt der Mangel an TV- Sendungen in hoher Auflösung im HDTV-Format. Toshiba wies auf der IFA darauf hin, dass nur wenige Konsumenten die HD-Technologie nutzen, obwohl in europäischen Haushalten mittlerweile 42 Millionen dafür geeignete Flachbildfernseher stehen.

SDA/cpm

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