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Schnelles Internet made in China

Die Swisscom spannt beim Glasfasernetz mit Huawei zusammen: Das chinesische Unternehmen wird für einen Teil des Ausbaus verantwortlich sein.

Weltweit tätiger Netzwerklieferant: Huawei.
Weltweit tätiger Netzwerklieferant: Huawei.

Bis spätestens 2020 wird die Swisscom 80 Prozent aller Schweizer Haushalte mit einem ultraschnellen Internetanschluss versorgen. In vielen Städten und grösseren Gemeinden werden Glasfasern bis in die Wohnungen verlegt. Ausserhalb der Ballungszentren setzt die Swisscom auf einen Glasfaserausbau bis kurz vor die Gebäude (Fibre to the Street, FTTS). Hier hat man Huawei als strategischen Partner und Lieferanten ausgewählt, schreibt die Swisscom in einer Medienmitteilung.

FTTS ermöglicht Bandbreiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde. In den kommenden drei bis vier Jahren ist sogar eine Leistung von 400 Megabit pro Sekunde und höher geplant.

Mit Huawei habe man einen «vertrauenswürdigen Partner mit langjähriger Erfahrung und hohem Sicherheitsbewusstsein» gefunden, sagt Heinz Herren, Leiter Netz & IT bei Swisscom. Der Vertrag läuft über acht Jahre, das Auftragsvolumen beläuft sich auf insgesamt rund 300 Millionen Franken und ist Bestandteil der geplanten Investitionsbudgets. Alleine 2013 investiert Swisscom nach eigenen Angaben rund 1,75 Milliarden Franken in den Infrastrukturausbau der Schweiz. Die Swisscom hat den Auftrag für die Lieferung von FTTS-Netzelementen Anfang 2012 ausgeschrieben.

«Bei den Vorwürfen handelt es sich um Spekulationen»

In den USA und Australien wurde Huawei in jüngerer Vergangenheit von höchster Stelle Aufträge verwehrt, weil Sicherheitsbedenken und Spionagevorwürfe geäussert wurden. Hat die Swisscom keine Bedenken? «Bei den Vorwürfen handelt es sich um Spekulationen, zu denen wir keine Stellung nehmen. Es gibt dazu auch noch keinen einzigen Rechtsfall», sagt Swisscom-Mediensprecher Olaf Schulze.

Man arbeite im Festnetzbereich seit Jahren mit Huawei zusammen und habe bisher keinerlei Probleme gehabt. Der Konzern sei auch Partner der Deutschen Telekom und von Vodafone. Schulze: «Zudem gelten für das Unternehmen die gleichen Vereinbarungen wie mit anderen Partnern.»

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