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Sony präsentiert «die Zukunft des Spielens»

Sechs Jahre mussten sich die Gamer gedulden, vergangene Nacht war es so weit: Sony präsentierte in New York die Playstation 4. Die Games können nun direkt aus dem Internet heruntergeladen werden.

Videogame-Designer Mark Cerny zeigt den Dual Shock 4 an der Playstation-Präsentation in New York. (21. Februar 2013)
Videogame-Designer Mark Cerny zeigt den Dual Shock 4 an der Playstation-Präsentation in New York. (21. Februar 2013)
Keystone
Weder den Preis noch das Release-Datum gab Mark Cerny bekannt. (21. Februar 2013)
Weder den Preis noch das Release-Datum gab Mark Cerny bekannt. (21. Februar 2013)
Keystone
David Perry, CEO von Gaikai, spricht, während Mark Cerny spielt. (21. Februar 2013)
David Perry, CEO von Gaikai, spricht, während Mark Cerny spielt. (21. Februar 2013)
Keystone
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Der japanische Elektronikriese Sony will eine mit Spannung erwartete neue Generation seiner Spielkonsole Playstation auf den Markt bringen. Die Playstation 4 sei ein Schritt in die «Zukunft des Spielens», sagte der Chef der Unterhaltungssparte des Unternehmens, Andrew House, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in New York. Zu sehen gab es das Gerät allerdings noch nicht.

Die Playstation 4 werde «einen merklichen Schritt» weg von einer «Box oder Konsole» hin zu einem «führenden Ort zum Spielen» darstellen, sagte House. So könnten sich Nutzer beim Spielen mit Freunden verbinden. Ziel ist Sony-Angaben zufolge, «das mächtigste Spielnetzwerk der Welt» zu schaffen. Künftig sollen Spiele demnach auch nicht mehr auf speziellen Datenträgern gekauft werden müssen, sondern im Internet verfügbar sein. Auch eine Verbindung mit sozialen Onlinenetzwerken sowie Zugänge für Smartphones und Tabletcomputer seien geplant.

Enthüllt wurde die neue Konsole noch nicht. Beobachter erklärten dies damit, dass das Unternehmen Wettbewerbern keinen Einblick geben wolle. Tatsächlich auf den Markt kommen soll die Konsole erst im Lauf des Jahres. Einen genauen Termin nannte Sony noch nicht. Auch zum voraussichtlichen Preis der Playstation 4 machte das Unternehmen keine Angaben. Aller Erfahrung nach werden neue Versionen der Spielkonsolen für etwa 400 bis 500 Dollar (rund 300 bis 375 Euro) auf den Markt gebracht. Gefragte Spiele kosten um die 60 Dollar.

Bisher 77 Millionen Mal verkauft

Das Vorgängermodell, die Playstation 3, ist seit Ende 2006 auf dem Markt. Sie wurde nach Schätzungen von Marktforschern seither rund 77 Millionen Mal verkauft. Für Sony steht derzeit viel auf dem Spiel: Der angeschlagene Konzern schrieb in den vergangenen Jahren tiefrote Zahlen, allein im Geschäftsjahr 2012 machte das Unternehmen einen Rekordverlust von umgerechnet 4,3 Milliarden Euro. Konzernchef Kazuo Hirai kündigte die Streichung von 10'000 Stellen an, ausserdem veräusserte er Prestigeimmobilien in New York und Tokio.

Sony hofft mit der Playstation 4 auf einen neuen Verkaufsschlager. Das Umfeld für Konsolen ist aber schwieriger geworden, vor allem wegen der Konkurrenz durch günstige oder gar kostenlose Spiele auf Tabletcomputern und Smartphones. «Sony braucht mit dieser Spielkonsole den grossen Wurf», sagte James McQuivey vom Marktforschungsunternehmen Forrester. Um in der Zukunft bestehen zu können, müssten sich die Japaner nicht nur als Hersteller der Hardware, sondern als «digitale Plattform» positionieren.

Nintendo brachte neue Konsole im November auf den Markt

Sony-Konkurrent Nintendo hatte im November seine neue Spielkonsole Wii U auf den Markt gebracht, die aber auf geringeres Interesse stiess als erwartet. Im Januar teilte der Konzern mit, im bis März laufenden Geschäftsjahr weltweit insgesamt nur vier Millionen Konsolen zu verkaufen. Zuvor war Nintendo von 5,5 Millionen verkauften Wii U ausgegangen. Branchenkenner rechneten damit, dass auch der dritte grosse Konsolenhersteller Microsoft noch in diesem Jahr den Nachfolger seiner Xbox 360 vorstellen dürfte.

Die Sony-Aktie reagierte im asiatischen Handel am Donnerstag mit einem Kursrückgang. An der Börse in der japanischen Hauptstadt Tokio verloren die Papiere des Konzerns im frühen Handel mehr als 1,5 Prozent.

(SDA)

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