Hintergrund

«Facebook auf Steroiden»

Lockerdome könnte das «next big thing» der Social-Media-Plattformen werden. Noch ist der Sportdienst sehr USA-lastig. Doch schon jetzt streckt er die Fühler nach Europa aus.

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Lockerdome ist die am schnellsten wachsende Social-Media-Plattform der letzten Monate. Allein im vergangenen Jahr ist die Nutzerzahl um das 15-Fache gestiegen. Ende 2012 waren vier Millionen Sportinteressierte auf der Website. Die Zahl der monatlichen individuellen Nutzer hat heute, Ende Juni, die 14 Millionen überschritten.

Direkter Kontakt mit den Athleten

Der Dienst ist eine Plattform für Prominente, die einen direkten Kontakt zu ihrer Fanbasis suchen. Neben Film- und TV-Stars sind vor allem Sportler die aktivsten und beliebtesten VIPs auf sozialen Medien. Der Dienst ist verwoben mit Twitter und Facebook. Wenn ein Athlet eine Mitteilung absetzt, ist diese sowohl bei Twitter, Facebook, dem persönlichen Lockerdome-Account und dem Account des Clubs sichtbar. «Für einen Sportler ist Lockerdome wie Facebook auf Steroiden», sagt CEO Gabe Lozano.

Europäische Teams

Die Fans können sich über Twitter oder Facebook einloggen, einen Account erstellen und Sportarten, Teams oder einzelnen Athleten folgen. Sie haben auch die Möglichkeit, eine Fanpage zu erstellen, darauf Wettbewerbe zu veranstalten und Freunde oder Netzwerke zu finden.

Bereits sind erste Fussballclubs aus Europa vertreten. Vorerst sind es lediglich die ganz Grossen; diejenigen, die die Champions League unter sich entscheiden. Auch sucht man noch vergeblich nach Roger Federer. Aber beim schnellen Wachstum von Lockerdome wird es wohl nicht lange dauern, bis die Stars und Teams aus der Schweiz zu finden sind.

Die ersten vier Jahre verbrachte Lockerdome als nett wachsende Jugendsportseite. Erst das Treffen von Lozano mit dem Gründer des Kreditkartendienstes Square, Jim McKelvey, brachte die Plattform auf den richtigen Kurs.

Für den Werber ist Lockerdome ein idealer Partner. Die Nutzer sind sportinteressiert, technikaffin, 18 bis 34 Jahre alt und vorwiegend männlich. Kaum eine Community von der Grösse ist so klar eingegrenzt. «Die Madison Avenue liebt so was», sagt CEO Gabe Lozano. Er denkt in grossen Dimensionen: «Ich sehe Lockerdome heute so wie Twitter im Jahr 2008, als es förmlich explodierte und plötzlich auf dem nationalen Radar war.»

Erstellt: 25.06.2013, 18:07 Uhr

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