Millionen von Linkedin-Passwörtern gestohlen

Das weltweit grösste berufliche Online-Netzwerk Linkedin ist Ziel eines Hackerangriffs geworden. Laut Berichten sollen rund 6,5 Millionen Kennwörter von Mitgliedern gestohlen worden sein.

150 Millionen Mitglieder horchen auf: Das Logo von Linkedin vor dem Hauptquartier in Kalifornien.

150 Millionen Mitglieder horchen auf: Das Logo von Linkedin vor dem Hauptquartier in Kalifornien. Bild: Keystone

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Berichte über geklaute Passwörter beim weltgrössten Online-Netzwerk Linkedin haben die 150 Millionen Mitglieder aufgeschreckt. Linkedin bestätigte bisher nur, dass einige im Netz aufgetauchte Kennwörter echt seien. Angeblich sollen es fast 6,5 Millionen sein.

Das weltgrösste berufliche Online-Netzwerk Linkedin ist Ziel eines Hackerangriffs geworden, bei dem Passwörter von Mitgliedern gestohlen wurden. Laut Medienberichten sollen auf einer russischen Webseite nahezu 6,5 Millionen Kennwörter aufgetaucht sein – nicht im Klartext, aber im Prinzip entzifferbar.

Per E-Mail informiert

Linkedin bestätigte nach einer stundenlangen Überprüfung, dass zumindest einige Passwörter gestohlen worden seien, nannte aber keine Zahlen. Betroffene Nutzer würden per E-Mail informiert, ihre alten Passwörter seien deaktiviert, hiess es in einem Blogeintrag. Linkedin hat insgesamt mehr als 150 Millionen Mitglieder.

Die im Internet aufgetauchten Passwörter sollen den Berichten zufolge «gehasht» sein – das heisst, sie wurden mit einem Algorithmus unkenntlich gemacht. Es ist jedoch keine echte Verschlüsselung, so dass sie mit etwas Aufwand oft wiederhergestellt werden können.

Weitere Kritik

Der Tag hatte für Linkedin schon unangenehm begonnen. Das Unternehmen musste sich rechtfertigen, nachdem Experten entdeckten, dass die Smartphone-App des Netzwerks grosszügig Informationen zu Terminen und Adressbuch von Nutzern auf Server des Netzwerks hochgeladen hatte.

Darunter waren zum Beispiel auch Notizen, die man zu einem Termin angelegt hatte. Diese will Linkedin künftig aussparen. An sich sei das Überspielen der Daten jedoch notwendig, um die Termine mit Informationen aus dem Linkedin-Netzwerk zu verknüpfen. Die Daten würden nicht aufgehoben und man habe die Nutzer stets nach einer Zustimmung für den Zugriff auf ihre Adressbücher gefragt. (wid/sda)

Erstellt: 07.06.2012, 07:27 Uhr

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