Facebook sagt dem «weissen Nationalismus» den Kampf an

Das Online-Netzwerk reagiert damit auf das Attentat von Christchurch.

Vorstoss gegen Rassismus: Facebook reagiert noch einmal, diesmal präziser. (13. März 2019)

Vorstoss gegen Rassismus: Facebook reagiert noch einmal, diesmal präziser. (13. März 2019) Bild: Jenny Kane (AP)/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Facebook verbietet auf seinen Seiten ab der kommenden Woche Äusserungen, die «weissen Nationalismus, Suprematismus oder Separatismus» rühmen oder unterstützen. «Es ist klar, dass diese Konzepte eng mit organisierten Hassgruppen verbunden sind und in unseren Diensten keinen Platz haben», erklärte das Unternehmen am Mittwoch.

Nicht betroffen von den Verboten sind Facebook zufolge Themen wie «Stolz darauf, Amerikaner zu sein» oder «baskischer Separatismus». Diese seien ein «wichtiger Bestandteil der Identität» der betreffenden Menschen. «Weisser Separatismus» beinhalte dagegen ein Programm von «Rassentrennung».

Gegen «weisse Vorherrschaft» (Suprematismus) verherrlichende Posts war Facebook bereits früher vorgegangen – als Teil seines Verbots von Hassbotschaften im Zusammenhang mit Rasse, Volkszugehörigkeit oder Religion. Kritiker bemängeln eine zu umfangreiche Löschung auch anderer Inhalte und befürchten Zensur. (fal/sda)

Erstellt: 27.03.2019, 21:31 Uhr

Artikel zum Thema

Facebook speicherte Passwörter unverschlüsselt

Die Schwachstelle sei erst bei einer Routineprüfung bekannt geworden. Mehrere hundert Millionen Nutzer könnten betroffen sein. Mehr...

Christchurch: Facebooks Software erkannte Terror-Video nicht

Beim Livestream des Massakers versagte die künstliche Intelligenz – weil es zu wenig Daten von «solchem Inhalt» gibt, so die offizielle Erklärung. Mehr...

Antisemitische Hetze verlagert sich auf Facebook und Twitter

Die Schweizer Juden zeigen sich besorgt über die Zunahme der Hassreden im Internet. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Blogs

Geldblog So machen Sie mehr aus Ihrem Vorsorgegeld

Sweet Home Mehr als Fensterkleider

Abo

Abo Digital Light - 18 CHF im Monat

Unbeschränkter Zugang auf alle Inhalte und Services (ohne ePaper). Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Wasser marsch! Die Feuerwehr bekämpft einen Brand auf dem Gelände einer Abfallentsorgung im österreichischen Mettmach. (16. Juli 2019)
(Bild: APA / Manfred Fesl) Mehr...