Facebook steigt ins News-Geschäft ein

Der Internetgigant will künftig Nachrichtensendungen anbieten. Diese sollen in Koorperation mit CNN, ABC und Fox News entstehen.

Das neue Angebot soll über die Videoplattform Facebook Watch abrufbar sein.

Das neue Angebot soll über die Videoplattform Facebook Watch abrufbar sein. Bild: Matt Rourke/Keystone

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Facebook will künftig mehrere neu entwickelte Nachrichtensendungen in Zusammenarbeit mit grossen US-Medienunternehmen in seinem sozialen Netzwerk anbieten.

Insgesamt acht Exklusiv-Sendungen unter anderem von CNN, ABC und Fox News sollen kostenlos über die Videoplattform Facebook Watch abrufbar sein, wie der Konzern am Mittwoch bekannt gab. Facebook geht es nach eigenen Angaben darum, seinen Nutzern «vertrauenswürdige» Informationen anzubieten.

Vier Sendungen täglich

Die Programme werden alle von Facebook finanziert, wie der Konzern der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. Vier Sendungen sollen täglich veröffentlicht werden und sich mit aktuellen Themen befassen. Eine von dem bekannten CNN-Moderator Anderson Cooper präsentierte Nachrichtensendung werde live übertragen, hiess es.

Zudem soll das Medienunternehmen Univision ein Programm auf Spanisch produzieren. Vier weitere Sendungen sollen laut Facebook eher im Magazinformat gestaltet werden.

Reaktion auf Datenskandal

Facebook war nach einem Datenskandal Anfang des Jahres und nach Vorwürfen, in dem Online-Netzwerk verbreitete Falschmeldungen hätten den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 beeinflusst, massiv in die Kritik geraten. Der Konzern habe daraufhin versprochen, künftig «informative und lokale» News zu zeigen, erklärte Campbell Brown, der bei dem Konzern für die Zusammenarbeit mit Nachrichtenmedien zuständig ist.

Mit den neuen Exklusiv-Sendungen werde «qualitativ hochwertiger und zeitgemässer News-Inhalt» angeboten. Hintergrund des neuen Angebots ist zudem, dass Video-Formate bislang vielfach auf der Plattform YouTube des Konkurrenten Google abgerufen werden.

Bereits vergangene Woche hatte Facebook angekündigt, die nur in einigen wenigen Ländern verfügbare Funktion der Trending Topics abzuschalten. Bei der Funktion wurden den Nutzern populäre Nachrichteninhalte angezeigt. Stattdessen arbeitet Facebook nach eigenen Angaben mit 80 Verlagen weltweit zusammen, um Eilmeldungen unter anderem von lokalen Medienunternehmen hervorzuheben. (nag/AFP)

Erstellt: 06.06.2018, 23:45 Uhr

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