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#schweizerinnen – welche Frauen für die SRF-Doku vorgeschlagen werden

Nur Männer in der Historien-Serie von SRF: In den sozialen Medien läuft die Debatte heiss – nicht ohne dass auch ganz viele Namen von Kandidatinnen auftauchen.

Eine der bekanntesten Schweizerinnen: Johanna Spyri schrieb 1880 «Heidi» und lockt mit der Geschichte über die heile Bergwelt und das Heimweh noch immer tausende von Touristen in die Schweiz.
Eine der bekanntesten Schweizerinnen: Johanna Spyri schrieb 1880 «Heidi» und lockt mit der Geschichte über die heile Bergwelt und das Heimweh noch immer tausende von Touristen in die Schweiz.
PD
Die Märchentante der Nation: Trudi Gerster erlange als Märchenkönigin an der Landesausstellung Landi 1939 Kultstatus.
Die Märchentante der Nation: Trudi Gerster erlange als Märchenkönigin an der Landesausstellung Landi 1939 Kultstatus.
Archiv Migros Genossenschafts-Bund, Keystone
Die Künstlerin Sophie Taeuber-Arp ist auf der 50-Franken-Note abgebildet.
Die Künstlerin Sophie Taeuber-Arp ist auf der 50-Franken-Note abgebildet.
PD
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«Die Schweizer» nennt sich die vierteilige Doku-Filmreihe, SRF zeigt aufwendig produziert sechs Persönlichkeiten, die die historische Schweiz geprägt haben. Darunter den Urschweizer Recken Werner Stauffacher oder den Industriellen Alfred Escher. Platz für bekannte Schweizer Frauen gab es in der Reihe keinen, alle sechs Persönlichkeiten sind Männer.

Die «Schweiz am Sonntag» titelte «Frauen-Aufstand gegen SRG», Schweizer Politikerinnen kritisierten die Sendung. Folge war eine Debatte auf den sozialen Medien. Der Micro-Blogging-Dienst Twitter wurde zum Forum der Enttäuschten, die sich über das Missverhältnis von 6:0 ärgerten.

Vorschläge auf Twitter

Schnell wurden Namen bekannter Schweizer Frauen herumgereicht. Unter dem Hashtag #Schweizerinnen lancierten ab Sonntagnachmittag Nutzer zahlreiche Vorschläge. Auch die Online-Kommentarspalten füllten sich mit nachträglichen Nominationen. Dies ungeachtet der Aussage von SRG-Sprecher Daniel Steiner, es gebe in den betrachteten Zeiten «keine Frau, die belegbaren Einfluss auf die Schweizer Geschichte genommen hat».

Bei den am häufigsten genannten Frauen prominent platziert: Anne Germaine de Staël. Die Genfer Literaturwissenschafterin war ursprünglich sogar für die SRF-Reihe vorgesehen gewesen, wurde dann aber aus dem Konzept gekippt. Auch sonst fand sich unter den Vorschlägen kein Mangel an historischen Frauenfiguren, deren Namen allerdings im Schulunterricht kaum vorkommen dürften. Mehrfach portierten Twitterer etwa die erste Frau, die in der Schweiz als Juristin habilitierte, hierzulande aber nie arbeiten durfte: Emily Kempin Spyri. Oder die Offiziersfrau Regula Engel-Egli, die als Mann verkleidet an den Napoleonischen Kriegen teilgenommen haben soll.

Zu den populärsten Vorschlägen gehörten geläufigere Namen wie die «Heidi»-Schöpferin Johanna Spyri und die als Märchenerzählerin bekannt gewordene Schauspielerin Trudi Gerster. Ein Teil der Debatte drehte sich dabei um die Meriten der gemachten Vorschläge. Zum Beispiel, ob die mehrfach genannte Anna Göldin als wichtige Persönlichkeit gelten könne, weil sie als letzte Hexe in der Schweiz hingerichtet wurde. Ein Grossteil der Vorschläge konzentrierte sich auf das 20. Jahrhundert. Zuspruch fanden etwa die Journalistin und Schriftstellerin Annemarie Schwarzenbach oder die Frauenrechtlerin Iris von Roten. Häufig genannt auch die Rotkreuz-Mitarbeiterin und Journalistin Catharina Sturzenegger und die Künstlerin Sophie Taeuber-Arp, die auf der 50-Franken-Note abgebildet ist.

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