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Verschwinden der EchsenDino-Theorie: In Mexiko fanden Forscher einen weiteren Beweis

Im Chicxulub-Krater wurden Überreste von Asteroidenstaub entdeckt. Das bestätigt die wahrscheinlichste Theorie vom Aussterben der Dinosaurier.

Auf der Flucht: Zeichnung eines Tyrannosaurus.
Auf der Flucht: Zeichnung eines Tyrannosaurus.
Foto: Getty Images/Science Photo Libra

Seit den 80er-Jahren diskutieren Paläontologen, ob ein grosser Asteroideneinschlag vor rund 66 Millionen Jahren das Ende der Ära der Dinosaurier besiegelte. Doch es gibt immer wieder Einspruch gegen diese These. Eine andere Strömung behauptet, dass eine Reihe von Vulkanausbrüchen für das Aussterben verantwortlich war.

Jetzt hat eine internationale Gruppe von Forschern etwas gefunden, das die Asteroiden-These endgültig belegen soll. Bereits seit 2016 sammelten Wissenschaftler der University of Texas at Austin Bohrproben im Chicxulub-Krater im Golf von Mexiko. Der 1991 entdeckte, fast 200 Kilometer grosse Krater gilt als Einschlagsort des Asteroiden, der die Dinos getötet haben soll. In der Studie, die in der Fachzeitschrift «Science Advances» veröffentlicht wurde, berichten sie von hohen Iridium-Konzentrationen in den Bohrkernen.

2019 beschrieben US-Paläontologen Fossilien von Pflanzen und Fischen, deren Verenden direkt mit dem Einschlag im Golf von Mexiko in Zusammenhang stehe.

Dieser Fund des seltenen Elements stellt eine heisse Spur dar. Die Begründer der Asteroiden-These, Walter Alvarez und sein Vater Luis Alvarez, hatten 1980 eine Kalkschicht mit hohem Iridiumanteil im Erdgestein nachgewiesen, die zum Ende der Ära der Dinosaurier entstanden war. Iridium kommt nur selten auf der Erde vor, dafür aber auf gewissen Asteroiden. Ein solcher müsse demnach die Erde getroffen haben, folgerten sie. Der aufgewirbelte Staub habe die Sonne verdunkelt und eine Kaltzeit ausgelöst. Pflanzen gingen ein und folglich auch die Dinosaurier. So weit die – stark vereinfachte – Theorie, die das Verschwinden der Echsen am Ende der Kreidezeit erklären soll.

Mit den Iridium-Funden im Einschlagskrater haben Vertreter dieser Theorie nun ein weiteres starkes Indiz, nach der Entdeckung des Kraters selbst vor nun 30 Jahren. Geochemie-Professor und Studienleiter Steven Goderis aus Brüssel geht sogar so weit zu sagen, dass «der Kreis sich nun endlich schliesst». Das massive Vorkommen von Iridium im Chicxulub-Krater beseitige jeden Zweifel, dass es zwischen dem Asteroideneinschlag und dem hohen Iridium-Gehalt vieler Gesteine aus dieser Zeit einen kausalen Zusammenhang gibt. Es gibt zudem weitere Hinweise: 2019 beschrieben US-Paläontologen Fossilien von Pflanzen, Fischen und weiteren Tieren, deren Verenden direkt mit dem Einschlag im Golf von Mexiko in Zusammenhang stehe.

Anhänger der Vulkan-Hypothese argumentieren, dass die Iridium-Anomalie auch auf Vulkanausbrüche zurückzuführen sein könnte. Sie bringen das Aussterben der Dinos mit starker Aktivität des Dekkan-Trapps in Indien in Verbindung. Das Dekkan-Trapp ist eine der grössten Regionen vulkanischen Ursprungs weltweit. Die Theorie ist jedoch äusserst umstritten. Unter anderem, weil das Iridium in für Vulkane ungewöhnlichen Isotopenverhältnissen vorliegt.

11 Kommentare
    Benjamin Horber

    Ein wärmeres Klima macht viel mehr an Leben möglich. Wird notorisch ausgeblendet.