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Zürcher Stadtregierung besorgtEin Appell in 3 Minuten und 55 Sekunden

In einer eindringlichen Videobotschaft wenden sich Stadtpräsidentin Corine Mauch und Stadtrat Andreas Hauri an die Zürcherinnen und Zürcher.

Die Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) stellt gleich zu Beginn der Videobotschaft klar: Überall, aber besonders in den urbanen Zentren wie der Stadt Zürich steigen aktuell die Corona-Zahlen. Sie ruft deshalb die Zürcherinnen und Zürcher auf: «Setzen Sie die bekannten Regeln weiterhin und noch konsequenter um.» Hände waschen. Abstand halten. Masken tragen, wo das nicht möglich ist. Nur damit könne man verhindern, dass «wieder sehr einschneidende Massnahmen nötig werden, um besonders gefährdete Menschen vor dem Virus zu schützen». Gesundheitsvorsteher Andreas Hauri schliesst sich den Worten Mauchs an. Ziel sei es, dass das Stadtleben weitergehen könne – auch wenn etwas anders als sonst.

Stadtrat Andreas Hauri sagt: «Wenn die Fallzahlen allerdings weiterhin so stark ansteigen, werden wir nicht um weitere Massnahmen herumkommen.»
Stadtrat Andreas Hauri sagt: «Wenn die Fallzahlen allerdings weiterhin so stark ansteigen, werden wir nicht um weitere Massnahmen herumkommen.»
Foto: Reto Oeschger

Auf Anfrage bezeichnet Hauri die Situation als «sehr ernst». Doch vorerst wolle der Stadtrat keine weiter gehenden Massnahmen einführen. «Wenn die Fallzahlen allerdings weiterhin so stark ansteigen, werden wir nicht darum herumkommen», sagt er. «Neue Massnahmen würden wir aber zuerst mit dem Kanton absprechen.» Was für Massnahmen das sein könnten, verrät Hauri nicht.

Bereits heute geht die Stadt in verschiedenen Bereichen weiter als der Kanton: So gilt in der Stadt zum Beispiel eine Maskenpflicht für alle erwachsenen Personen in Schulgebäuden der städtischen Volksschule, auf den Ämtern oder in städtischen Museen. Vorerst will der Stadtrat weiter auf kommunikative Mittel setzen. Die Videobotschaft soll durch Appelle in sozialen Medien und Plakate weitergeführt werden.

zet

107 Kommentare
    Paul G.

    Gut gemacht, Frau Mauch: Ernst, klar und glaubwürdig. Es wäre ja so einfach: Hygieneregeln beherzigen, Abstand halten und in öffentlichen Innenräumen freiwillig eine Maske tragen. Es geht allein um die Minimierung von Ansteckungen: Keine dieser Massnahme garantiert einen 100% Schutz. Fahrradhelme tun dies ebensowenig, wie Sicherheitsgurten und Airbags in Fahrzeugen es auch nicht tun, aber sie tragen zur Schadensbegrenzung bei. Darum allein geht's: Und nicht um Einschränkungen der persönlichen Freiheit. Wer sich darauf berufend allen sinnvollen, seit Jahrzehnten bekannten Präventivmassnahmen zur pandemischen Verbreitung von Erregern, welcher Provenienz auch immer, verweigert, trägt im Endeffekt mit seiner irrationalen Unbelehrbarkeit dazu bei, dass seitens der Regierungen Massnahmen angeordnet werden müssen, die uns allen nicht gefallen. Mir fehlt im übrigen die Kreativität im Umgang mit der aktuellen Herausforderung: Dass zum Beispiel Unternehmen, die ansonsten nie verlegen sind, wenn es um die Findung von prominenten Werbeflächen für Ihre "Brands" geht, noch nicht masshaft "branded Masks" (gratis) in Umlauf gebracht haben, erstaunt mich masslos (prominenter als mitten im Gesicht eines Menschen kann man wohl nicht mehr werben). Wo sind die namhaften Designer, die sich dieser Thematik stilbildend stellen? Was tun die Medien? Täglich Masken-Pro und Contras kolportieren, statt einfach, das Pro bejahend die Menschen über den sicheren Umgang mit Masken zu informieren usw.