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YB nach Triumph in LeverkusenEin einziges, langes Bewerbungsschreiben

Die Young Boys überzeugten im Sechzehntelfinal der Europa League gegen Bayer Leverkusen von vorne bis hinten. Ihr Trainer Gerardo Seoane wird in Deutschland fortan noch stärker im Fokus stehen.

Eine beeindruckende Einheit: YB besiegte Leverkusen verdient und zieht mit einem Gesamtskore von 6:3 in den Achtelfinal ein.
Eine beeindruckende Einheit: YB besiegte Leverkusen verdient und zieht mit einem Gesamtskore von 6:3 in den Achtelfinal ein.
Foto: Claudio De Capitani (Freshfocus)

Es ist eines dieser Bilder, an das man sich noch lange erinnert. Aber nicht, weil es schön oder berührend ist, sondern skurril.

In Leverkusen ist am Donnerstag die letzte Stunde des Tages angebrochen, als die Medienkonferenz von Bayers Trainer Peter Bosz bevorsteht. Sie findet per Videocall statt, wie so viele Geschäftstermine in Zeiten der Corona-Pandemie. Und doch gibt es immer noch solche, die vergessen, das Mikrofon stummzuschalten oder die Kamera auszublenden.

So sieht und hört man nun ins Zimmer eines deutschen Journalisten. Hinter ihm laufen im Fernsehen Zusammenfassungen der Sechzehntelfinals der Europa League, daneben stellt er links und rechts auf Regalen die Sneaker-Sammlung zur Schau. Er gähnt. Als ob davor nicht das Wunder von Leverkusen stattgefunden hätte, wie der Schweizer Bezahlsender Blue mit seiner Nachahmung des Plakats des Films «das Wunder von Bern» das 2:0 im Rückspiel nennt und in den sozialen Medien damit viralgeht. Es zeigt YB-Trainer Gerardo Seoane, darunter steht: «ein Film von Christoph Spycher».

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