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Der Podcast zum Schweizer Fussball«Ein Fussballer, der 148’200 verdient, ist kein Grossverdiener»

Wie viel Geld sollen Fussballprofis verdienen? Haben Sie ein Anrecht darauf, während der Karriere ein Polster für das Leben danach zu sparen? Die Diskussion in unserem Podcast «Dritte Halbzeit».

Mitten in die Diskussion um die Lohnreduktion für Schweizer Fussballer kommt Kay Voser mit der Sicht des Ex-Profifussballers: «Ein Fussballprofi, der über 148’200 Franken im Jahr verdient, ist doch kein Grossverdiener!» Damit ist die Diskussion in unserer ersten Sendung 2021 lanciert.

Ist ein Fussballprofi darauf angewiesen, dass er während seiner kurzen Karriere so viel verdient, dass er danach so viel Geld auf der Seite hat, dass er sich eine weitere Ausbildung finanzieren kann? Oder hätte er dazu nicht auch während der Karriere Zeit, wie Samuel Burgener findet? «Der Fussballer hat doch auch eine gewisse Verantwortung. Nämlich, dass er sich so vorbereitet, dass er nach der Karriere möglichst schnell wieder ins gesellschaftliche Leben hineinfindet. Zum Beispiel, indem er sich schon während seiner Karriere weiterbildet.»

Ein Argument, das Voser versteht. Dem er aber entgegnet: «In meiner Erfahrung ist es in vielen Clubs so, dass sie es nicht gerne sehen, wenn ein Spieler noch studiert oder sich sonst weiterbildet. Gerade wenn es nicht gut läuft, kommt dann schnell der Vorwurf: ‹Du bist nicht genügend auf den Fussball konzentriert. Warum machst du noch eine Schule?› Das ist leider die Realität.»

Die weiteren Themen unserer Sendung: Geht Blerim Dzemaili mit seinem Engagement beim FC Zürich ein Risiko ein? Burgener findet: «Da besteht schon eine gewisse Absturzgefahr.» Warum lassen Clubs wie YB, St. Gallen oder auch der FC Thun die Finger von den Hilfsgeldern des Bundes? Und geht da noch etwas auf dem Transfermarkt?

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Wir freuen uns über Kritik, Streicheleinheiten oder Fragen, die wir in den kommenden Folgen gern beantworten. Die «Dritte Halbzeit» erscheint im Wochenrhythmus. Schreiben Sie uns hier in die Kommentare, via Instagram an dritte.halbzeit.podcast, melden Sie sich auf Twitter bei @razinger oder via E-Mail bei florian.raz@tamedia.ch.

38 Kommentare
    Hans Klein

    Selten wirkt ein Wort so deplatziert, wie das Wort „Sport“ das eigentlich mit Freizeit und Körperkultur zu tun hat. Die Profis von heute sind keine Sportler sondern, es sind Arbeiter die ihr Lohn vor Publikum verrichten. Sie arbeiten Fussball, Box oder Tennis und nach Arbeitsgebiet und der Qualität oder Quantität der verrichteten Arbeit, entsprechend bezahlt werden wie jeder andere Job auch. Jeder muss arbeiten und für sich sorgen.