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Der FC Zürich in der Super LeagueEin Trödeltorhüter taucht ab

Bei der 1:3-Niederlage FCZ in Genf fällt wenigstens ein junger Spieler positiv auf. FCZ-Trainer Massimo Rizzo vermisst derweil ein paar Zentimeter auf dem Platz.

Yanick Brecher ist nach dem Spiel für einmal sehr angefressen.
Yanick Brecher ist nach dem Spiel für einmal sehr angefressen.
Pascal Muller (freshfocus)

Yanick Brecher – der Trödeltorhüter

Es muss etwas geschehen sein. Yanick Brecher taucht nicht auf. Schnurstracks ist er in der Kabine verschwunden. Der Torhüter kommt gewöhnlich nach jedem Spiel bei den Journalisten vorbei, bei grossen Siegen und himmeltraurigen Niederlagen, doch nach dem 1:3 gegen Genf verspürt er keine Lust. Er sei angefressen, lässt die FCZ-Pressestelle ausrichten.

Lassen wir darum eine Szene sprechen. Brecher tritt an zu einem Abstoss, er wartet und wartet und wartet. Bis ihn Schiedsrichter Piccolo wegen Zeitspiels ermahnt. Zu diesem Zeitpunkt sind gerade einmal 50 Minuten gespielt. Vier Minuten später, das gleiche Spiel. Brecher trödelt und trödelt und trödelt, bis Piccolo die Geduld verliert und ihm die Gelbe Karte zeigt. Es ist eine Szene voller Symbolik. Es steht 1:1, alles ist noch offen, doch der FCZ spielt auf Zeit. Er will einfach nicht Fussball spielen. Dem FCZ ist gegen Servette nie richtig wohl – wäre doch das Spiel bereits vorbei.

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