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Kolumne von Julia WeberEine besondere Zeit

Hinter der Fensterscheibe stehend macht sich die Autorin Gedanken über das Jetzt – und wann wieder alles normal sein wird.

Im Innenhof steht die Blutbuche, die ich betrachte. Ich betrachte sie, weil keine Menschen bei uns sind und wir nicht bei den Menschen, weil ich heute meinem Kind keine Turnschuhe kaufen kann und weil wir unsere Eltern nicht umarmen, keinen Kaffee trinken wir im Café Lochergut, die Stühle stehen auf den Tischen, Lichterketten sind abgehängt. Ich betrachte sie, weil mein Kind seit frühmorgens Würgeschlangen und Unterseeboote malt und schweigt und weil es ein Fenster gibt vor meinem Gesicht und das Schweigen des Kindes ein schweres Schweigen ist.

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