Zum Hauptinhalt springen

Kritik an Fehlerkultur in der Psychiatrie«Die Strategie der Klinik war Nulltransparenz, völlige Vertuschung»

Patientenschützer Hans Säuberli kritisiert die mangelnde Fehlerkultur in der Psychiatrischen Uniklinik Zürich, die einen gravierenden Vorfall herunterspielte.

«Psychiatriepatienten sollen nicht ohne Rechte sein»: Hans Säuberli, Patientenschutz-Gutachter und ehemaliger Chefarzt.
«Psychiatriepatienten sollen nicht ohne Rechte sein»: Hans Säuberli, Patientenschutz-Gutachter und ehemaliger Chefarzt.
Foto: Thomas Egli 

Sie setzen sich für eine Psychiatriepatientin ein, die sagt, sie sei in ihrem Klinikzimmer von dem Mann zusammengeschlagen worden, der sie eigentlich beschützen sollte. Sie kämpfen seit Monaten und gegen viele Widerstände dafür, dass der Fall untersucht wird. Warum tun Sie das?

Ich bin mit dieser Patientin seit über vierzig Jahren befreundet und habe mit ihr auch lange zusammengearbeitet. Ihr Zustand war ohnehin sehr gravierend. Sie war wehrlos, körperlich ausgezehrt und völlig abhängig von den Betreuungspersonen in der Psychiatrischen Uniklinik Zürich. Und dann wurden ihr in der Nacht bei einer 1:1 Betreuung zu ihrem Schutz multiple Verletzungen zugefügt. Sie hatte am Morgen grosse Blutergüsse an verschiedenen Körperstellen. Das war sehr traurig und elend, vor allem für die Patientin, aber auch für alle ihre Bezugspersonen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.