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Interview mit Michael Hengartner«Ich würde es begrüssen, wenn die Maturaprüfungen stattfinden»

Michael Hengartner kritisiert den Wildwuchs beim Gymiabschluss. Für die Vergleichbarkeit der Noten sei es schwierig, wenn manche Kantone Abschlussprüfungen machten und andere nicht, sagt der ETH-Ratspräsident.

«Diese Schüler haben vertiefte digitale Kompetenzen wie wohl kaum je ein Jahrgang zuvor»: Michael Hengartner über die Ausnahmesituation an den Schulen.
«Diese Schüler haben vertiefte digitale Kompetenzen wie wohl kaum je ein Jahrgang zuvor»: Michael Hengartner über die Ausnahmesituation an den Schulen.
Jean-Paul Guinnard, 24 Heures

Herr Hengartner, einige Kantone haben die mündlichen Prüfungen gestrichen. Die Erziehungsdirektoren haben zudem beim Bundesrat beantragt, dass die Gymnasien auch auf die schriftlichen Prüfungen verzichten können. Es zählen dann die Erfahrungsnoten. Was sagen Sie zu dieser «Matura light»?

Ich wehre mich gegen den Begriff «Matura light». Ein grosser Teil der Maturanote kommt nicht über die Prüfung selber, sondern über die Erfahrungsnoten aus den letzten zwei Jahren zustande. Und der Lerneffekt wird über drei bis sechs Jahre generiert. Es ist nicht so, dass die Schüler bis im April unwissend sind und sich dann alles in den letzten drei Monaten aneignen müssen. Aber es ist klar: Eine Maturaprüfung bringt einen beachtlichen Mehrwert.

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