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Tierquälerei im Zürcher Weinland«Eine Riesensauerei»: Fuchs gerät in verbotene Totschlagfalle

Der Jagdaufseher musste das leidende Tier erlösen. Das Tellereisen aufgestellt hatte ein Hausbesitzer, der nun angezeigt wurde.

In der Schweiz seit 1988 verboten: In eine vergleichbare Tretfalle geriet der Fuchs. (Symbolbild)
In der Schweiz seit 1988 verboten: In eine vergleichbare Tretfalle geriet der Fuchs. (Symbolbild)
Foto: iStock

Was der Jagdaufseher am Mittwochmorgen in einem Wohnquartier im Gebiet Marthalen-Rheinau antrifft, ist schockierend: Ein Fuchs ist in einer Totschlagfalle eingeklemmt, seine Augen sind rot unterlaufen. Er erlöst das Tier von seinen Qualen. Diesen Vorfall meldet die «Andelfinger Zeitung».

Ihm sei ein Fuchs mit einem Kragen um den Hals gemeldet worden, sagt der Jagdaufseher zur Zeitung. Er sei ge­gen­über dem Hauseigentümer «schon ein bisschen laut geworden», nachdem er das verletzte Tier vorgefunden hatte. Dieser habe aber nur vor sich hin gemurmelt. Wie lange der Fuchs in der Falle war, ist unklar. Es sei grässlich gewesen, sagt der Aufseher. So etwas könne man sich nicht vorstellen.

«Mir fehlen die Worte», sagt auch Mathias Richter, Obmann der Jagdgesellschaft Mar­tha­len-Rheinau, zur Zeitung. Und Urs Philipp, der Leiter der kantonalen Fischerei- und Jagdverwaltung, nennt den Fall «eine Riesensauerei». Nun beschäftigt er die Kantonspolizei Zürich: Es sei eine Anzeige wegen Verstosses gegen das Jagd- und das Tierschutzgesetz eingegangen.

Die Tretfalle, die zum Einsatz kam, ist besonders grausam, weil sie das Tier nicht tötet, sondern nur einklemmt. Und wie die meisten Fallen ist sie für die Jagd seit 1988 verboten. Trotzdem sind solche Fallen online nach wie vor erhältlich.

hwe

45 Kommentare
    Pia

    Derjenige ,der diese Falle aufgestellt hat sollte man in seine Brutalofalle reinttreten lassen und eine Nacht vergessen...