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Niederlage gegen AmbriEine steife Bise für die ZSC Lions

Die Zürcher verlieren im bitterkalten Ambri 1:2 in der Verlängerung und müssen sich vorwerfen lassen, zu viele Chancen im Powerplay verpasst zu haben.

Kampf um jeden Zentimeter: ZSC-Center Roe (links) gegen Ambris Zwerger und Fora.
Kampf um jeden Zentimeter: ZSC-Center Roe (links) gegen Ambris Zwerger und Fora.
Foto: Freshfocus

Derweil Bereiche des öffentlichen Lebens stillgelegt sind, wird im Schweizer Eishockey im Akkord gespielt. Die ZSC Lions absolvieren in diesem Januar nicht weniger als 14 Meisterschaftsspiele, sofern sie nicht wieder in Quarantäne müssen. Und da es inzwischen offiziell ist, dass theoretisch auch nach drei Vierteln der Qualifikation ein Meister gekürt werden könnte, kommt diesen Partien eine erhöhte Bedeutung zu.

In Ambri verpassten die Zürcher beim 1:2 in der Overtime zwei Punkte, nachdem sie lange geführt und im Finish zahlreiche gute Chancen ausgelassen hatten. Allein Bodenmann kam in der Verlängerung zweimal allein vor Östlund zum Schuss, verpasste aber das Siegestor. Und so war es schliesslich Ambris Vorkämpfer Fora vorbehalten, 43 Sekunden vor Ablauf der Extrazeit die Partie mit einem platzierten Schuss zu entscheiden.

Lange hatten die Zürcher in der bitterkalten Valascia auf einen Minimalsieg hoffen können. Diem brachte sie in der 6. Minute mit einem Schuss aus spitzem Winkel in Führung. Doch anders als am Dienstag beim 8:1 gegen die Lakers, als die Tore wie reife Früchte fielen, kamen sie gegen das kämpferische Ambri lange kaum zu Chancen. Die Tessiner sind, obschon ohne Unterstützung ihrer heissblütigen Fans, in jüngerer Zeit enorm heimstark. Und dies bestätigten sie erneut.

Weil sich ZSC-Goalie Flüeler in Hochform zeigte und sich die Zürcher inzwischen aufs Powerplay der Tessiner eingestellt hatten, fielen lange keine Tore mehr. Ende Oktober hatte Nättinen gegen die Zürcher beim 5:2-Heimsieg noch viermal getroffen, davon zweimal in Überzahl, diesmal konnte der Finne lange kontrolliert werden. Doch in der 51. Minute jubelte er dann doch wieder, nachdem er einen von Hollenstein verursachten Penalty zum 1:1 verwertet hatte. Und weil die ZSC Lions im Schlussabschnitt und der Overtime ihre zahlreichen Powerplays nicht nutzen konnten, wurden sie schliesslich bestraft.

Eine Notiz, die vielleicht noch wichtig werden könnte: Gegen Ende des zweiten Drittels fiel bei den ZSC Lions Spielmacher Roe aus – er wurde am Kopf getroffen. Seine Position im ersten Sturm nahm fortan Sigrist ein. Ob der Amerikaner länger ausfällt, müssen weitere Abklärungen ergeben.

Derweil ist zu vernehmen, dass der 32-Jährige seinen auslaufenden Vertrag bei den Zürchern verlängern wird. Eine wichtige Personalie, ist doch der Aufschwung nach dem Verpassen des Playoffs auch mit Roe verknüpft. Vergangene Saison skorte er 48 Punkte in 44 Spielen und trug mit seinen Pässen dazu bei, dass Suter Topskorer wurde und die ZSC Lions die Qualifikation gewannen. Das soll auch diesmal wieder angestrebt werden, trotz des Rückschlags in Ambri.

Genf besiegt Lugano

Im zweiten Spiel des Abends gewann Genf das Duell gegen Tabellennachbar Lugano 7:3. Für die Tessiner war es im neuen Jahr die erste Niederlage, und sie mussten die Westschweizer punktemässig aufschliessen lassen. Das Spiel des SC Bern in Davos musste wegen neuerlicher Corona-Fälle im SCB-Team verschoben werden.