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Abschied von der ValasciaEine Träne für das Stadion der 1000 Emotionen

Ein Stück Eishockey-Geschichte geht im Sommer zu Ende, wenn die 1953 erbaute Kultstätte in Ambri abgerissen wird. Ein vielleicht letzter Besuch.

An Matchabenden erleuchtet die Valascia das karge Tal. Doch bald wird sie dem Erdboden gleichgemacht.
An Matchabenden erleuchtet die Valascia das karge Tal. Doch bald wird sie dem Erdboden gleichgemacht.
Foto: Christian Beutler (Keystone)

Jeder hat seinen Traum. Meiner war, einmal aus der Valascia zu berichten. Deshalb wurde ich Sportjournalist. Ich träumte als kleiner Junge nicht von Wimbledon oder vom Madison Square Garden, ich träumte von der magischen Arena in der Leventina, die an Matchabenden das karge Tal hell erleuchtet. Die Valascia war für mich der Nabel der Eishockey-Welt.

Wenn Ambri-Piotta spielte, presste ich zu Hause mein Ohr an die Lautsprecher im Wohnzimmer, um das Spiel am Tessiner Radio zu verfolgen. Ich verstand kaum Italienisch, aber das hinderte mich nicht daran, die Dramatik des Spiels mitzubekommen. Jedes Mal, wenn der Puck in Tornähe kam, erhöhte der Kommentator seine Kadenz. Während Powerplays war es kaum mehr auszuhalten. Und wenn zuletzt aus der Fankurve «La Montanara» erklang, das schönste Lied im Eishockey, war mein Glück vollkommen.

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