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Editorial zur PolarisierungEinigen wir uns darauf, dass wir uns nicht einig sind

In der digitalen Welt wird die Leserschaft immer fragmentierter, die Auseinandersetzungen werden polarisierter und heftiger. Bleibt die Toleranz für unterschiedliche Meinungen auf der Strecke?

Der Ton in den Leserbriefen wird aggressiver: Zeitungen und Zeitschriften.
Der Ton in den Leserbriefen wird aggressiver: Zeitungen und Zeitschriften.
Foto: Sandra Meier

«Herr Müller, Sie sind für mich ein Verbrecher!» – zum Glück erhalte ich selten solche Leserbriefe. Viele Abonnentinnen und Abonnenten schreiben uns aufmunterndes Lob und konstruktive Kritik. Sie machen uns auf Fehler aufmerksam und regen uns an, über Themen und Argumente vertieft und aus unterschiedlichen Perspektiven nachzudenken und zu berichten.

In letzter Zeit erhalten wir jedoch deutlich häufiger auch aggressive Post, mit teils heftigen, persönlichen Angriffen, oft verbunden mit der Drohung, das Abonnement zu kündigen.

Es gibt nur Freund und Feind

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