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Folgen des KlimawandelsArktische Notration

Was fressen Eisbären eigentlich, wenn die Robbenjagd nicht mehr funktioniert? Forscher haben beobachtet, zu welchen Alternativen die Tiere mittlerweile greifen. Ausreichend sind diese jedenfalls nicht.

Der Eisbär (Ursus maritimus) muss sich mangels Meereis andere Nahrungsquellen als Robben erschliessen.
Der Eisbär (Ursus maritimus) muss sich mangels Meereis andere Nahrungsquellen als Robben erschliessen.
Foto: Bildarchiv «Tages-Anzeiger»

Was tun, wenn es das Lieblingsessen nicht mehr gibt? Hungern ist eine Option, aber sicher nicht die beste. Erst recht nicht, wenn man ein Eisbär ist, der sich im Frühling eigentlich genügend Speck anfressen müsste, um den Sommer mit wenig Möglichkeiten zur Robbenjagd zu überstehen. Wenn das Meereis schmilzt, fehlt den Eisbären sozusagen eine Plattform, von der aus sie Robben jagen können. Diese Tiere stellen normalerweise die Hauptnahrung der Bären dar.

Doch angesichts des Klimawandels ist wenig normal, die Robbenjagd-Saison verkürzt sich immer mehr. So bleibt den Eisbären, wollen sie nicht darben, nur die Option, auf andere Nahrungsquellen auszuweichen. Dass die Tiere durchaus bereit sind, neue Geschmäcker zu probieren, haben inzwischen mehrere Studien gezeigt. Doch nicht alles, was schmeckt, macht auch genügend satt. So gilt es für die Raubtiere genau abzuwägen, ob es sich zum Beispiel lohnt, nach Eiern in Entennestern Ausschau zu halten – oder ob diese Suche mehr Energie frisst, als die Eier liefern können.

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