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Elektroantrieb zum Nachrüsten

Die Umrüstung von Oldtimern auf E-Antrieb gilt als Zukunftsmarkt. Mit General Motors (GM) will ein erster grosser Autobauer seine elektrische Antriebstechnik auch als Umrüst-Kit anbieten.

Sieht nach grossem V8-Verbrenner aus, doch in diesem 77er-Blazer steckt ein E-Antrieb mit 200 PS.
Sieht nach grossem V8-Verbrenner aus, doch in diesem 77er-Blazer steckt ein E-Antrieb mit 200 PS.
Foto: General Motors
Der E-Antrieb stammt vom Chevrolet Bolt.
Der E-Antrieb stammt vom Chevrolet Bolt.
General Motors
Statt für «Enormen Verbrauch» steht das EV in Chevrolet künftig für «Electric Vehicle».
Statt für «Enormen Verbrauch» steht das EV in Chevrolet künftig für «Electric Vehicle».
General Motors
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GM-Tochter Chevrolet hat in den USA einen über 40 Jahre alten Blazer auf Elektroantrieb umgerüstet. Statt eines durstigen V8 kommt in dem Oldtimer ein 150 kW/200 PS starker E-Motor zum Einsatz, den Chevrolet normalerweise im batterieelektrischen Bolt montiert. In Europa ist der Bolt als Opel Ampera-e bekannt. Beim Blazer-Umbau handelt es sich zwar um ein Einzelstück, das allerdings Ausblick auf einen Umrüstsatz namens eCrate geben soll, den GM bereits nächstes Jahr zum Kauf anbieten will.

Verschiedene Leistungsstufen

Garagen und Händlern soll der Umbausatz die Möglichkeit geben, elektrische Antriebstechnik auf Grossserienstandard in konventionell betriebenen Fahrzeugen zu montieren. Das eCrate-Paket umfasst neben Motor und Akku auch Hochvoltkomponenten wie Wechselrichter, Stromleitungen und DC/DC-Wandler, ein Batterie-Thermomanagement oder die Servolenkungstechnik. Neben Motoren in verschiedenen Leistungsstufen will Chevrolet auch alternative Batterieformate anbieten. Im Fall des 77er-Blazer kommt eine eher unpraktische 60-kWh-Batterie zum Einsatz – sie bedeckt den Innenraum hinter den Vordersitzen.

Mit der Umrüsttechnik will Chevrolet künftig auch ein Schulungsprogramm anbieten, das es Betrieben erlaubt, sich die Fähigkeit im Umgang mit der Hochvolttechnik zertifizieren zu lassen. Preise wurden noch keine genannt.

1 Kommentar
    Peter Sieber

    Das dürfte wohl mehrheitlich für die Umrüstung von klassischen Fahrzeugen funktionieren oder nur für GM-Fahrzeuge passen, denn die Bordelektronik von zwei unterschiedlichen Herstellern zusammenzuführen ist meist ein unsägliches Gefriemel.