Zum Hauptinhalt springen

Interview zu Handy-PornosUnd wenn der Teenager das Gespräch abblockt?

Pornografie im Klassenchat sorgt für Unsicherheit. Ein Sexualpädagoge sieht die Eltern in der Verantwortung und sagt, wie sie mit ihren Kindern darüber sprechen können.

Ein gegenseitiges Übertrumpfen auf dem Pausenplatz – bis das eine Sexvideo zu viel verschickt wird.
Ein gegenseitiges Übertrumpfen auf dem Pausenplatz – bis das eine Sexvideo zu viel verschickt wird.
Foto: Christian Beutler (Keystone)

Durch Gruppenchats und soziale Medien steigt die Gefahr, dass Mädchen und Buben auf verstörende Sexvideos stossen – laut einer deutschen Studie hat fast die Hälfte der unter 20-Jährigen schon Hardcore-Pornos gesehen. Bestätigt sich dies in Ihrer Tätigkeit?

Das kommt ungefähr hin. Es kursieren schockierende Darstellungen: Von sexuellen Handlungen mit Tieren über Suizidvideos bis zu Gewalttätigkeiten bin ich in meiner beruflichen Tätigkeit schon allem begegnet. Bei pornografischen Darstellungen mit Minderjährigen sind sich die Jugendlichen oft nicht einmal bewusst, dass das verboten ist – sie schauen sich einfach Sex von Gleichaltrigen an. Wird pornografisches Material versendet, geht es vielfach nicht um die sexuelle Erregung, sondern die Provokation. Jungs wollen schockieren, der eine will noch krasser sein als der andere.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.