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Die schlechten Erinnerungen an die Polen

Die Schweiz kennt ihren Achtelfinalgegner. Sie trifft am Samstag in St-Etienne auf Polen – einen Gegner, den man zuletzt vor 40 Jahren bezwungen hat.

Der Gegner ist bekannt: Die Schweiz trifft im Achtelfinal auf die Polen, die in der Gruppe C Rang 2 belegen. (21. Juni 2016)
Der Gegner ist bekannt: Die Schweiz trifft im Achtelfinal auf die Polen, die in der Gruppe C Rang 2 belegen. (21. Juni 2016)
AFP
Die Erinnerungen an die Polen sind nicht gerade die schönsten. Zuletzt besiegte die Schweiz die Osteuropäer vor 40 Jahren. 2014 trennten sich die beiden Teams beim Länderspiel in Wroclaw 2:2. (18. November 2014)
Die Erinnerungen an die Polen sind nicht gerade die schönsten. Zuletzt besiegte die Schweiz die Osteuropäer vor 40 Jahren. 2014 trennten sich die beiden Teams beim Länderspiel in Wroclaw 2:2. (18. November 2014)
Gian Ehrenzeller, Keystone
Deutschland und die Form: Es scheint, als ob Jogi Löw noch immer auf der Suche nach der optimalen Start-Elf ist.
Deutschland und die Form: Es scheint, als ob Jogi Löw noch immer auf der Suche nach der optimalen Start-Elf ist.
Patrik Stollarz, AFP
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Es wird im EM-Achtelfinal kein Selbstläufer für das Team von Vladimir Petkovic. Denn Polen kassierte in der Vorrunde kein Gegentor. Auf den 1:0-Erfolg über Nordirland folgte ein 0:0 gegen Weltmeister Deutschland und ein weiteres 1:0 gegen die Ukraine.

Die Schweiz und Polen standen sich letztmals am 18. November 2014 gegenüber. Damals resultierte in Wroclaw ein verdientes 2:2-Unentschieden. Vorher gab es aus Schweizer Sicht ein 0:4 (2001), ein 1:1 (1984) und in der Qualifikation für die EM von 1980 zweimal ein 0:2 (1979 und 1978). Der letzte und auch der einzige Schweizer Sieg über Polen resultierte am 11. Mai 1976 in Basel mit 2:1 – er liegt sage und schreibe 40 Jahre zurück. Polen bestritt damals das 300. Länderspiel.

Lewandowski hat noch nicht getroffen

Das polnische Team wird von Robert Lewandowski überstrahlt, auch wenn der Vollstrecker der Bayern an der Euro bislang noch nicht traf. Lewandowski ist im Nationalteam der Dreh- und Angelpunkt: Mit 13 Toren und fünf Vorlagen führte Robert Lewandowski die Polen fast im Alleingang an die EM. Doch Polen, das sah man in Frankreich in der Vorrunde, ist mehr als eine One-Man-Show. Mit Lukas Piszczek (Borussia Dortmund), Grzegorz Krychowiak von Europa-League-Seriensieger FC Sevilla und Jakub Blaszczykowski (Fiorentina) schmücken weitere namhafte Spieler das Team, das Deutschland in der Qualifikation zu Hause 2:0 besiegte.

Bei der dritten EM-Teilnahme, der zweiten mit Bundesliga-Topskorer Lewandowski, sind die Polen mit dem Erreichen der Achtelfinals noch lange nicht zufrieden, obwohl sie 2008 und 2012 jeweils Gruppenletzter wurden. Polen gewann 1972 in München Olympia-Gold, wurde an der WM 1974 in Deutschland Dritter und erreichte auch bei den Sommerspielen 1976 nochmals die Halbfinals.

Joker erzielte den einzigen Treffer

Der erst in der zweiten Halbzeit eingewechselte Jakub Blaszczykowski sorgte so für den zweiten 1:0-Sieg der Polen an diesem Turnier. Der Dortmunder traf neun Minuten nach der Pause mit seinem schwächeren linken Fuss perfekt in die hohe Torecke. Viel mehr hatten die enttäuschenden Polen nicht zu bieten. Vor allem Starstürmer Lewandowski blieb sehr blass und war nur einmal, bereits in der 4. Minute, gefährlich, traf aber das leere Tor nicht.

Das einzige Tor: Jakub Blaszczykowski trifft zum 1:0 im Nachbarduell. (Quelle: SRF)

Polens Coach Adam Nawalka strebte nicht mit aller Macht einen hohen Sieg und damit den möglichen Gruppensieg vor den punktgleichen Deutschen an. Er liess die mit Geld vorbelasteten Lukasz Piszczek, Kamil Grosicki, Krzysztof Maczynski und Slawomir Peszko zunächst auf der Bank, um keine Sperre für den Achtelfinal zu riskieren.

Die Ukrainer griffen mit viel Elan an, kämpften aber glücklos und hatten auch nicht die genügende Klasse, um sich nochmals ein positives Resultat zu sichern. Unter anderen verpassten Andrej Jarmolenko (17.), Roman Sosulja (80.), Ruslan Rotan (82.) und nochmals Sosulja (86.) beste Chancen.

Ukraine - Polen 0:1 (0:0) Marseille. - 60'000 Zuschauer. - SR Moen (NOR). - Tor: 54. Blaszczykowski (Milik) 0:1. Ukraine: Pjatow; Fedezki, Chatscheridi, Kutscher, Butko; Rotan, Stepanenko; Jarmolenko, Sintschenko (73. Kowalenko), Konopljanka; Sosulja (92. Timoschtschuk). Polen: Fabianski; Cionek, Glik, Pazdan, Jedrzejczyk; Zielinski (46. Blaszczykowski), Jodlowiec, Krychowiak, Kapustka (71. Grosicki); Milik (93. Starzynski); Lewandowski. Bemerkungen:Ukraine komplett, Polen ohne Szczesny (verletzt). Verwarnungen: 25. Rotan (Foul). 38. Kutscher (Foul). 60. Kapustka (Foul/im nächsten Spiel gesperrt).

SDA/fal

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