Ottmar Hitzfelds Tipps an Jogi Löw

Riesige Sorgen beim Weltmeister vor dem EM-Halbfinal heute gegen Frankreich. Experten spekulieren über die Aufstellung.

Zwei, die sich schätzen und mögen: Ottmar Hitzfeld (l.) und Jogi Löw.

Zwei, die sich schätzen und mögen: Ottmar Hitzfeld (l.) und Jogi Löw. Bild: Keystone

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Die Deutschen zahlten in den Viertelfinals im kräfteraubenden Spiel über 120 Minuten und dem anschliessenden Penalty-Drama gegen Italien einen hohen Preis. Torjäger Mario Gomez und Sami Khedira fallen heute Abend in den Halbfinals gegen Gastgeber Frankreich in Marseille wegen muskulärer Probleme mit Sicherheit aus.

Fraglich ist auch Captain Bastian Schweinsteiger, die zweite Nummer 6 neben Khedira im defensiven Mittelfeld. Er laboriert an einer Knieverletzung und konnte nach dem Spiel gegen Italien erst gestern im Abschlusstraining wieder erstmals mitmachen. Nicht genug der Hiobsbotschaften. Abwehrchef Mats Hummels, der gegen die Squadra Azzurra hervorragend gespielt hat, ist gesperrt.

«Von daher ist Löw nicht zu beneiden»

Wer rückt nun in die Startelf? «Deutschland sucht die Super-Sechs» titelte die «Frankfurter Allgemeine» und stellte die Frage: «Bekommt Götze noch eine Chance?» Der WM-Held von 2014, der bisher zu den grossen EM-Verlierern zählt, weil er in den ersten drei Gruppenspielen als Fixstarter bei Jogi Löw eine einzige Enttäuschung war.

Trainerlegende Ottmar Hitzfeld meldet sich als Experte zu Wort und gibt Bundestrainer Jogi Löw heisse Tipps. Die Ausfälle seien sicherlich nicht leicht zu verkraften für die deutsche Nationalmannschaft, meinte der ehemalige Schweizer Nationalcoach in einem Interview mit Sky. Schweinsteiger und Khedira hätten eine unglaubliche Erfahrung, und Hummels sei im Abwehrzentrum der perfekte Partner von Boateng. Von daher sei Löw nicht zu beneiden.

«Gegen Frankreich wird Löw die Viererkette wahrscheinlich wieder spielen lassen. Ich nehme an, dass Höwedes zurückkehren wird. Im Mittelfeld würde ich nach dem Ausfall von Khedira auf Julian Weigl setzen. Vorne im Angriff hat sich Götze ja schon durchgesetzt und gute Spiele gemacht.» Hitzfeld redet Götze stark. Und der Lörracher setzt im defensiven Mittelfeld auf Julian Weigl, der bei Dortmund in dieser Saison tatsächlich eine hervorragende Saison spielte.

Erstellt: 07.07.2016, 15:28 Uhr

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