«Seferovic ist aus Holz»

Freud und Leid bei den Schweizer Fans in Lens nach dem Zittersieg gegen Albanien.

«Hauptsache gewonnen»: Die Schweizer Fans machen gute Miene zum bösen Spiel.
Video: Sebastian Rieder

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Zwei Adlerflügel auf der Fahne, zwei Herzen in der Brust. Das erste EM-Gruppenspiel der Schweiz gegen Albanien in Lens war nicht nur für die Schweizer Spieler mit albanischem Blut eine aussergewöhnliche Begegnung, sondern auch für die Fans vor Ort eine besonders emotionale Angelegenheit. Über 10'000 Schweizer Supporter wagten die Reise in den hohen Norden Frankreichs und wurden dort von mehr als doppelt so vielen albanischen Anhängern überstimmt.

Trotz der akkustischen Unterlegenheit liessen sich die albanisch-kosovarischen Schweizer wie Xhaka, Shaqiri, Behrami und auch Dzemaili während der 90-minütigen Zerreissprobe auf dem Platz nicht von den Pfiffen beeindrucken und ignorierten die Provokationen. Und auch zwischen den Fans der beiden Lager kam es vor und nach dem Spiel zu keinen nennenswerten Zwischenfällen. «Die Stimmung war einfach super», schwärmt ein Duo aus Basel, «das Spiel leider nicht so».

Dauernde Gefahr um Djourou

Bemerkenswert war der frühe Siegtreffer von Schär kurz nach dem Anpfiff, aber umso erstaunlicher, dass das Team von Vladimir Petkovic nach der Rote Karte gegen Albaniens Teamleader Cana nicht wie eine Mannschaft auftrat, die in Überzahl ist.

Immer wieder scheiterte die Offensive am albanischen Goalie, letztlich jedoch am eigenen Unvermögen. Seferovic hatte das 2:0 mehrfach auf dem Fuss, liess aber die nötige Kaltblütigkeit vermissen. «Seferovic ist einfach ein Holz», versuchte nach dem Spiel ein Zuschauer aus Zürich die mangelnde Chancenauswertung des Stürmers in Worte zu fassen.

Etwas hölzern war auch der Auftritt von Dzemaili, der sich immer wieder elegant freispielte, dann aber entweder über seine eigenen Füsse stolperte oder lieber den Pfosten als ins Tor traf. Einen fragwürdigen Eindruck hinterliess auch Johan Djourou, «der sich abermals bei seiner Abwehrarbeit verschätzte», bemerkte ein Stimmführer aus dem Schweizer Fanlager treffend.

Erstellt: 11.06.2016, 19:38 Uhr

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