Viele Geschenke für Yann Sommer

Der Schweizer Nationalgoalie rettete seine Mannschaft vor einer Blamage. Fast alle anderen im Team werden den grossen Worten nicht gerecht.

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Sie wollten mit einem Lächeln in dieses erste EM-Spiel gehen, so hatte das Nationaltrainer Vladimir Petkovic gesagt. Geblieben ist den Schweizern von diesem Auftakt der Schrecken. Und die Erleichterung, noch einmal davongekommen zu sein in diesem Match, der weniger emotional war als erwartet.

Über eine Halbzeit lang konnte die Nationalmannschaft gegen Albanien in Überzahl spielen. Sie brachte es trotzdem fertig, bis am Ende zu bibbern gegen einen Gegner, der zum ersten Mal einen EM-Match bestritt und dessen erste elf Spieler zu einem wesentlichen Teil bei zweit- oder drittklassigen europäischen Clubs wie dem SC Freiburg, Vaduz, dem FCZ oder Rijeka unter Vertrag stehen.

Die Schweizer waren in der Schlussphase von Minute zu Minute zittriger, fehlerhafter, schwächer geworden. Ohne Yann Sommer im Tor hätte sie den Ausgleich kassiert. Ein Gegentor wäre blamabel gewesen, aber nicht unverdient. Der Goalie hielt fantastisch und rettete zweimal in höchster Not. Er war der Matchwinner. Von den Feldspielern genügte Innenverteidiger und Torschütze Schär. Vielleicht noch Dzemaili, dem allerdings trotz Chancen kein Treffer gelang. Von den eigentlichen Schlüsselspielern baute Xhaka nach starkem Beginn ab. War Shaqiri zu selten ein Faktor. Und spielte Lichtsteiner wieder einmal den Nationalteam-Lichtsteiner, der so sehr im Gegensatz zum seriensiegenden Juventus-Lichtsteiner steht.

Die Führungsspieler des Nationalteams haben wiederholt den Anspruch formuliert, sich zwar nicht gleich ganz vorne bei den europäischen Topnationen, aber doch unmittelbar dahinter einreihen zu wollen mit ihren Auftritten an diesem Turnier. Davon waren sie gerade weit entfernt. Ihr Glück ist, dass die drei Punkte vielleicht schon für den Achtelfinal genügen. Und dass sie jetzt vier Tage Zeit haben, um Yann Sommer viele Geschenke zu machen und sich sonst auf allen Ebenen zu verbessern. Rumänien ist der nächste Gegner. Und die Rumänen haben am Freitag gegen Frankreich gezeigt, wie zäh und unangenehm sie sein können. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 11.06.2016, 18:00 Uhr

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