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1. Sieg nach 4 HeimpleitenEndlich schlägt der ZSC den Tabellenletzten

Nach zuletzt drei Niederlagen gegen Langnau gewinnen die Lions diesmal 5:2. Der Sieg kam aber alles andere als glanzvoll zustande.

Justin Sigrist scheitert beim Stand von 1:0 am glänzend reagierenden jungen Langnauer Goalie Damian Stettler.
Justin Sigrist scheitert beim Stand von 1:0 am glänzend reagierenden jungen Langnauer Goalie Damian Stettler.
Foto: Ennio Leanza/Keystone

Schon wieder? Nein, bitte nicht. Solche oder ähnliche Gedanken dürften den Spielern und Trainern der ZSC Lions durch den Kopf gegangen sein, als Langnaus Pascal Berger im Schlussdrittel nach 63 Sekunden mit einem Slapshot ins hohe Eck traf. Es war das 2:4 aus der Sicht der Tigers und wäre per se noch kein Grund zur Beunruhigung gewesen. Zumindest, wenn der Januar 2021 nicht gewesen wäre. Dreimal waren die Zürcher aber im ersten Monat des Jahres gegen die SCL Tigers auf dem Weg gewesen, ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden, dreimal führten sie nach 40 Spielminuten - und dreimal verliessen sie das Eis letztlich als Verlierer.

Nun blieben Langnau 19 Minuten, um die Wende zu schaffen, und fünf Minuten vor Spielende brauchte es eine Glanztat von Ludovic Waeber, um den Anschlusstreffer zu verhindern. Am Schluss hiess es für den Tabellen-Zweiten: Ende gut, einiges gut. Es war der erste Sieg nach zuletzt vier Heimniederlagen.

Tim Berni à la Wendy Holdener

Dass noch einmal Spannung aufkommen würde, hatte nach der Schlussphase des zweiten Drittels niemand mehr erwartet. Lange war es 1:1 gestanden und nur noch fünf Minuten fehlten bis zur Sirene. Für jeden Lion drohten die 18 Minuten zwischen den beiden Abschnitten aufgrund der unangenehmen Erinnerungen zur mentalen Nagelprobe zu werden, und darauf hatte offensichtlich niemand Lust. Es folgte ein Furioso mit drei Toren innert 122 Sekunden. Zuerst weckte Tim Berni mit einem wunderbaren Slalom Vorfreude auf das das WM-Rennen vom Samstag mit Wendy Holdener und Michelle Gisin, anschliessend traf Teemu Rautiainen in Überzahl, und schliesslich sorgte Dario Trutmann mit seinem ersten Saisontor für vermeintlich beruhigende Verhältnisse.

Begonnen hatte die Partie einmal mehr so, wie man es von diesen beiden Teams erwarten würde. Die ZSC Lions waren mehrheitlich im Vorwärtsgang, und kamen durch Topskorer Sven Andrighetto und Simon Bodenmann zur ersten guten Möglichkeiten, die Emmentaler versuchten, vereinzelte Nadelstiche zu setzen und die Fehlerquote tief zu halten. In der 12. Minute traf aber doch Dominik Diem mit einem platzierten Distanzschuss zum 1:0.

Bis zum Dreierpack hatten die Lions erneut mehr Mühe mit den Tigers, als einem Spitzenteam lieb sein kann. Der Tabellenletzte kam zu vereinzelten guten Möglichkeiten, die Waeber souverän parierte, und dann in der 27. Minute durch Marcus Nilsson zum Ausgleich. Für den Schweden, der bislang weit unter den Erwartungen geblieben war, war es erst der zweite Treffer. Allerdings scheint das Team von Rikard Franzen nie so gut zu spielen wie gegen den Meisterkandidaten. In diesem Kalenderjahr hatten sie von den ersten 16 Begegnungen deren 13 verloren, die einzigen Siege resultierten gegen den ZSC.

Souveräne Fribourger, kämpferische Berner

Weiterer Spieltag, weiterer Sieg: Das drittplatzierte Fribourg bekundete gegen Ambri-Piotta (10.) keinerlei Mühe und gewann zu Hause 3:1. Bereits nach 20 Minuten stand es 3:0 für die Westschweizer, Mottet, Bykov und Schmid trafen für das Heimteam. Danach liessen sie nichts mehr anbrennen, schalteten einen Gang zurück und die Gäste kamen durch Novotny immerhin noch um Ehrentreffer.

Weit mehr zu kämpfen hatte Genf-Servette zu Hause gegen die Rapperswil-Jona Lakers. Nach einem ausgeglichenen Startdrittel kamen die Hausherren immer besser in die Partie und zogen auf 6:4 davon, nach der Schlusssirene stand das Endresultat von 7:5 auf der Tafel. Fehr erzielte den entscheidenden Treffer in der 57 Minute und sicherte dem Tabellenachten wichtige Punkte.

Ebenfalls Punkte gab es für den SC Bern, die Mutzen gewannen in der eigenen Halle gegen Lausanne in der Overtime mit 6:5. Es sind wichtige Zähler für das Team von Trainer Mario Kogler, befindet es sich doch auf dem elften Rang, direkt unter dem Strich.