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«Altbacken»: Wiler MandelfischHier wird gegen den Strom gebacken

Der Wiler Mandelfisch hat vor langer Zeit einen Preis gewonnen, von dem er noch heute zehrt. Übrigens hat er wenig Ähnlichkeit mit seinen Verwandten im Rest der Ostschweiz.

Mit Buttercremewellen: Wiler Mandelfisch.
Mit Buttercremewellen: Wiler Mandelfisch.
Foto: PD

Manchmal muss man gegen den Strom schwimmen, um wahrgenommen zu werden. Der Wiler Mandelfisch der Bäckerei-Confiserie Hirschy tut das seit über 100 Jahren. Weil er es in sich hat – wir kommen gleich dazu. In benachbarten Regionen wie den beiden Appenzell und dem Toggenburg kennt man auch einen Mandelfisch, dort wird eine Masse aus Mandeln und Zucker in einen Mürbeteig mit Haselnuss eingebacken, sozusagen Marzipan im Teigmantel. Es ist ein Genuss.

Lesen Sie hier, welche Backwaren im Toggenburg und in Appenzell am beliebtesten sind. 

Der Toggenburger Mandelfisch: Andere Füllung, anderer Teig.
Der Toggenburger Mandelfisch: Andere Füllung, anderer Teig.
Foto: PD, Hörnli Hemberg

Mindestens so ausgezeichnet schmeckt der Wiler Fisch, und das ist erst noch wörtlich zu verstehen. 1939 wurde ihm anlässlich eines Süssspeisenwettbewerbs während der Landesausstellung eine Goldmedaille umgehängt. Damit wirbt die Bäckerei noch heute, und das hat einen einfachen Grund: Zu jener Zeit war ein solcher Wettkampf einzigartig. Heute nicht mehr. Adrian Studer, Produktionschef in der Hirschy-Bäckerei, sagt: «Warum noch mehr Preise holen, wenn wir diesen einen haben?» Nun ja.

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