Zum Hauptinhalt springen

Berlins neuer FlughafenEr zähmte das Monster

Acht Jahre nach der angekündigten Eröffnung, 30 Jahre nach Beginn der Planung geht am Samstag der Flughafen Berlin-Brandenburg tatsächlich auf. Es ist das Verdienst eines Pedanten: Engelbert Lütke Daldrup.

Endlich startklar: Berlins Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup auf einer der zwei parallelen Pisten in Schönefeld.
Endlich startklar: Berlins Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup auf einer der zwei parallelen Pisten in Schönefeld.
Foto: Clemens Bilan (EPA)

Wie sieht der Held eines Baus aus, der jahrelang einfach nicht fertig werden wollte? Wie tickt der Mann, der aus einer milliardenteuren Bauruine doch noch einen funktionierenden Flughafen machte, 3072 Tage nach der geplanten Eröffnung?

So wie Engelbert Lütke Daldrup vielleicht, der 64-jährige Geschäftsführer der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg. Trifft man ihn, sieht man einen drahtigen, irgendwie alterslosen Mann mit Designerbrille und rotblondem Schopf, auf dem zuletzt meist ein roter Baustellenhelm sass. Leute, die ihn gut kennen, sagen, er sei ein Perfektionist: ungeheuer hartnäckig, pedantisch, asketisch, fleissig und effizient, zugleich vorsichtig und misstrauisch, schonungslos im Anspruch. Seine Gegner halten ihn eher für hochfahrend, arrogant, ja renitent.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.